Integrationsbericht von

Zuwanderung neuerlich gestiegen

Im vergangenen Jahr wanderten 130.000 Menschen nach Österreich zu

Integrationsbericht - Zuwanderung neuerlich gestiegen © Bild: dpa/Berg

Am Montag Vormittag präsentierte Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz den Integrationsbericht 2011. Die Eckdaten: 1,5 Millionen Menschen in Österreich haben Migrationshintergrund, das entspricht knapp 19 Prozent der Gesamtbevölkerung. Rund 130.000 Personen wanderten im vergangenen Jahr zu, das sind 16.000 mehr als 2010. Ein Drittel davon kommt aus anderen EU-Staaten, damit ist das die größte Gruppe unter den Migranten.

Die zweitgrößte Gruppe bilden Zuwanderer aus den Staaten des ehemaligen Jugoslawien (32,7 %), deutlich weniger sind es schon aus der Türkei (17,9 %).

Abseits der Zahlen macht die Integration in Österreich langsam Fortschritte, zu diesem Schluss kommt der Vorsitzende des Expertenrats, Hein Fassmann. Jene zwanzig Vorschläge , die der Expertenrat Kurz im vergangenen Jahr vorgelegt hat, seien entweder bereits umgesetzt oder im Werden. Im kommenden Jahr wolle man Schwerpunkte bei Spracherwerb und Bildung sowie Werten und Religion setzen, kündigte Kurz an.

Gebrauchsanleitung für Österreich
In den Bereich "Religion und Werte" fallen sowohl die "Rot-Weiß-Rot-Fibel" als auch der darauf basierende neue gestaltete Staatsbürgerschaftstest, die beide bis Oktober vorliegen sollen. Bei letzteren soll es künftig weniger um historisches Faktenwissen, sondern mehr um das Zusammenleben gehen. Fassmann sprach von "einer Art Gebrauchsanleitung" für das Land.

In Sachen "Spracherwerb und Bildung" habe man schon viel geschafft, aber auch noch eine große Aufgabe vor sich, meinte Kurz. 8.000 junge Menschen verlassen jährlich die Schule ohne Abschluss, der Anteil der Migranten sei dabei viermal so hoch wie jener der Inländer. Man laufe also Gefahr, eine "ganze Generation von Verlierern" heranzuziehen. Daher soll bis Herbst ein Bildungskonzept für junge Migranten erarbeitet werden. Festhalten will Kurz auch am zweiten verpflichtenden Kindergartenjahr für diejenigen, die es aus sprachlicher Sicht brauchen. Er werde sich trotz budgetärer Knappheit bemühen, die notwendigen Mittel für wichtige Projekte zu bekommen.

Niedrigerer Bildungsstand, höhere Arbeitslosenquote
Und nötig wäre es, denn der Bildungsstand der Einwanderer ist deutlich niedriger als der der Österreicher - so weisen 33 Prozent lediglich einen Pflichtschulabschluss auf, bei Österreichern sind es nur 13 Prozent. Auch am Arbeitsmarkt ist die Lage von Menschen mit Migrationshintergrund nach wie vor schlechter als jene der inländischen Bevölkerung. Die Gesamterwerbsquote liegt bei Österreichern bei 74 Prozent, bei Migranten bei 65. Deutlich ist auch der Unterschied bei erwerbstätigen Frauen - 69 Prozent der Österreicherinnen arbeiten, aber nur 58 Prozent der Zuwanderinnen. Auch die Arbeitslosenquote der Ausländer war 2011 mit 9,4 Prozent deutlich höher als jene der Inländer (6,3).

Nachteile haben die Einwanderer somit auch beim Einkommen zu verzeichnen. Ihr Netto-Jahreseinkommen beträgt laut Statistik Austria rund 82 Prozent des Medianeinkommens der Österreicher. Dadurch sind sie auch wesentlich stärker von Armutsgefährdung und manifester Armut betroffen. Während etwa ein von zehn Österreichern armutsgefährdet ist, ist es bei Migranten jeder Vierte. Unter manifester Armut leiden fünf Prozent der Inländer, aber 16 Prozent der Ausländer.

Kommentare

Toll das ganze gesindel kommt zu uns,bekommt ne gemeindewohnung,unterstützung vom amt usw.wird immer besser bei uns. im nächsten leben werd i ausländer denn auf uns österreicher scheisst der staat ja.

Offenbar... hat A noch genügend Ressourcen um eine solche Zuwanderung zulassen zu können. Da fragt sich allerdings wie lange noch.

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