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Vögele-Pleite: Jetzt
spricht Masseverwalter

Insolvenz - Vögele-Pleite: Jetzt
spricht Masseverwalter © Bild: APA/Herbert Pfarrhofer

Vier Interessenten haben für die insolvente Bekleidungskette Vögele ein Angebot gelegt. Alle 700 Jobs könnten jedoch nicht gerettet werden.

Interessenten der insolventen Bekleidungskette Vögele haben bis gestern Zeit gehabt, Angebote zu legen. Laut dem zuständigen Massevewalter, Norbert Scherbaum, hätten vier Interessenten ein Anbot gelegt. Es seien Interessenten aus dem In- sowie aus dem Ausland. Es seien solche, die beabsichtigen, das gesamte Unternehmen zu übernehmen.

Die Anbote gilt es nun zu prüfen bzw. dem Konkursgericht am Montag vorzulegen. Scherbaum zeigte sich gegenüber News optimistisch. "Im August haben die Vögele-Filialen bessere Umsätze erzielen können, als im Vorjahr", so der Masseverwalter. Er geht davon aus, dass man bis kommenden Donnerstag eine Lösung für das angeschlagene Unternehmen finden würde. Im Rahmen einer weiteren Gläubigerausschusssitzung im Beisein der Investoren soll dann der Verkaufsprozess aufbereitet werden.

»Können nicht alle 700 Jobs retten«

Vögele beschäftigt in Österreich über 700 Personen (Vollzeitäquivalente) und verfügt aktuell über 102 Filialen. Die August-Gehälter wurden bereits aus der Insolvenzmasse bezahlt. Die offenen Juli-Gehälter sowie das Urlaubsgeld sollen aus dem Insolvenzentgeltfonds (IEF) beglichen werden. Sollte dies nicht geschehen, würde man die Gehälter vorstrecken, so Scherbaum.

Auch wenn der Verkauf von Vögele vollzogen werden würde, würden die 700 Arbeitsplätze in jener Anzahl nicht erhalten bleiben - "Die werden wir sicher nicht retten können", so Scherbaum. Auch bei der Anzahl der Filialen würde es Einschnitte geben. Der Experte rechnet damit, dass rund 70 bis 80 Filialen erhalten bleiben. Das sei auch der Plan der Geschäftsführung vor der Insolvenz gewesen - "es geht darum, lukrative, gewinnbringende Standorte zu erhalten."

Hochmotivierte Mitarbeiter

Lob findet Scherbaum für die Mitarbeiter und Kunden. Die Mitarbeiter seien hochmotiviert und die Kunden würden wieder in die Filalen kommen.

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