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Neues Amazon-Produkt
"Frank" mischt die Branche auf

Amazon will mit dem Gerät einen neuen Markt erschließen

Innovation - Neues Amazon-Produkt
"Frank" mischt die Branche auf © Bild: iStock/Jorge Villalba

Es vergeht mittlerweile kaum eine Woche, in der Amazon nicht für Überraschungen sorgt. Laut der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ will sich der E-Commerce-Gigant in einen neuen Markt begeben – zum Schrecken der Konkurrenz.

Amazon entwickelt offenbar einen digitalen Videorekorder, mit dem Nutzer das Fernsehprogramm aufzeichnen und später auf verschiedenen Geräten wiedergeben können. Das berichtet das Wirtschaftsmedium Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.

Was "Frank" alles kann

Das Gerät trage aktuell intern den Arbeitstitel "Frank" und soll, so der Plan, ein Streaming-tauglicher Festplattenrekorder sein. Das neue Produkt soll einen eigenen Speicher haben und könne sich auch drahtlos mit Fire TV und Amazons smarten Lautsprecher „Alexa“ verbinden.

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Der modernde Videorekorder könne zudem aufgezeichnete TV-Sendungen auch auf andere Geräte wie Smartphones streamen, heißt es weiter. An "Frank" arbeitet aktuell dasselbe Team, welches auch den Lautsprecher Amazon Echo gebaut hat und das parallel an einem Heimroboter unter dem Namen "Projekt Vesta" tüftelt. Eine Entscheidung, ob Frank in Produktion gehen soll, ist laut dem Bericht aber noch nicht gefallen. Offiziell wollte Amazon den Bericht nicht kommentieren.

Logischer Schritt: Amazon buhlt um Kunden

Der Schritt scheint allerdings logisch: Mit dem Videorekorder kommt ein weiteres Gerät, welches das Amazon Medienangebot für Konsumenten überzeugender macht. Über 100 Millionen Prime-Kunden, die monatlich bezahlen und das komplette Amazon-Angebot nutzen zu können gibt es bereits. Tendenz steigend. Ein Geschäftsmodell, das sich weiter auszubauen lohnt.

Zweitwertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt

Schon im vergangenen Quartal hat Amazon hat mit einem Gewinn von 2,5 Milliarden Dollar (2,13 Milliarden Euro) überrascht. Alleine 2018 zog der Börsenwert des Unternehmens bisher um mehr als die Hälfte auf zuletzt 877 Milliarden Dollar an. Damit ist der Onlinehändler nach Apple das zweitwertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt.

Amazon-Vorstoß lässt Konkurrenz zittern

Sollte “Frank” in Serie gehen, begibt sich Amazon auf einen Markt, auf dem sich in den USA schon Tivo sowie die Kabel- und Satelliten-TV-Anbieter tummeln. Während die TV-Anbieter ihre Rekorderdienste mit dem Bezug des Fernsehsignals vermarkten, ist Tivo ein Drittanbieter. Nach Veröffentlichung des Bloomberg-Berichts brach der Kurs der Tivo-Aktie um bis zu fünf Prozent ein.