Innovation bei der Fußball-WM: Schiris und Linienrichter diskutieren Elfmeter per Funk

Schieds- und Linienrichter werden "verkabelt" "Sensorball" schafft es nicht zur Weltmeisterschaft

Innovation bei der Fußball-WM: Schiris und Linienrichter diskutieren Elfmeter per Funk

Erstmals in der Geschichte von Fußball-Weltmeisterschaften werden Schiedsrichter bei der WM in Deutschland "verkabelt". Per Funk können sie direkt während des Spiels Entscheidungen besprechen.

Mit dem Kommunikationssystem kann der Spielleiter per Funk mit den beiden Linienrichtern und seinem vierten Assistenten an der Außenlinie Kontakt aufnehmen und direkt während des Spiels diskutieren, ob zum Beispiel tatsächlich ein Foulspiel vorlag oder eine Ecke gegeben werden muss.

Abhörsichere Schiri-Gespräche
Zur Zeit sei allerdings noch nicht klar, ob das System zum Auftakt des Turniers am 9. Juni auch tatsächlich praxisreif sei, so Jose Maria Garcia Aranda, Chef der Schiedsrichterabteilung der FIFA. Vor der Freigabe müsse noch sichergestellt werden, dass der Funkkontakt nicht störanfällig ist und Gespräche nicht abgehört werden können.

Neue Technik soll Fehler verhindern
Im Fußball wird seit langem darüber diskutiert, wie Fehlentscheidungen der Unparteiischen vermieden werden können. Der Einsatz von Funktechniken, wie er bei US-Football-Spielen schon lange gang und gäbe ist, ist dabei nur ein Thema.

Die UEFA hat die "Verkabelung" der Schiedsrichter bereits in Champions-League-Spielen getestet, von der FIFA wurde so ein System bisher aber noch nicht eingesetzt.

Rundes Leder mit Sensor
Der Einsatz eines Balles mit eingebautem Sensor zur genauen Bestimmung, ob das runde Leder die Torlinie überquert hat oder nicht, stand ebenso wie die Funkverbindung zur Debatte, wurde aber wieder verworfen, weil die Technologie noch nicht für einen Einsatz bei der WM in Deutschland ausgereift war.