Statistik Austria von

Inflation: Teuerung in
Österreich verstärkt

Mai: Jahres-Inflationsrate steigt von 1,7 auf 1,8 Prozent - Vor allem Mieten teurer

Inflation: Teuerung im Mai 2014 hat sich verstärkt. © Bild: Thinkstock

Die Teuerung hat sich in Österreich noch weiter verstärkt. Im Mai ist die Jahres-Inflationsrate von 1,7 auf 1,8 Prozent gestiegen. Grund dafür war nach Angaben der Statistik Austria von Montag ein beschleunigter Preisauftrieb bei "Restaurants und Hotels". Die größte Preisdynamik insgesamt weist aber nach wie vor der Bereich "Wohnung, Wasser, Energie" auf.

Für die Verteuerung von 1,7 Prozent bei Wohnen, Wasser, Energie waren die im Jahresvergleich um durchschnittlich 3,6 Prozent höheren Wohnungsmieten sowie Preisanstiege bei der Instandhaltung von Wohnungen (+2,2 Prozent) hauptverantwortlich. Die Ausgabengruppe Restaurants und Hotels verteuerte sich um 3,0 Prozent nach noch 2,5 Prozent Anstieg im April.

Geringere Sprit-Verbilligung im Vergleich zu April

Bei Treibstoffen fielen die Verbilligungen gegenüber dem Vorjahr im Mai mit -1,3 Prozent geringer aus als im April (-2,6 Prozent). Im Monatsabstand legte das heimische Preisniveau insgesamt um 0,3 Prozent zu.

Der für die Eurozone errechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs lag im Mai um 1,5 (1,6) Prozent über Vorjahr, hier gab es also eine leichte Entspannung. Die Teuerung für Pensionistenhaushalte fiel mit erneut 1,8 Prozent diesmal ebenso stark aus wie jene beim allgemeinen VPI, üblicherweise ist der Anstieg beim Pensionisten-Preisindex meist kräftiger.

Täglicher Einkauf ebenfalls teurer

Der typische tägliche Einkauf kam die Konsumenten in Österreich im Mai im Jahresabstand um 3,8 Prozent teurer, im April hatte der "Mikrowarenkorb", der überwiegend Nahrungsmittel enthält, um 3,5 Prozent mehr gekostet. Das Preisniveau des "Miniwarenkorbes", der einen wöchentlichen Einkauf widerspiegelt und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, erhöhte sich im 12-Monats-Vergleich um 1,8 (1,3) Prozent. Der Preisanstieg für den Wocheneinkauf lag damit ebenso hoch wie jener des allgemeinen VPI, erklärte die Statistik Austria am Montag.

Preise besonders bei Milch, Käse und Eiern gestiegen

Der Teuerungsschub bei Nahrungsmitteln fiel erneut kräftiger aus als beim VPI insgesamt. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke zusammen kosteten im Mai im Schnitt um 2,0 Prozent mehr als ein Jahr davor, Nahrungsmittel allein um 2,1 Prozent mehr. Dabei wurden Milch, Käse und Eier insgesamt 5,7 Prozent kostspieliger, Brot und Getreideerzeugnisse kosteten um 1,9 Prozent mehr, Fleisch um 1,7 Prozent und Obst um 2,1 Prozent, jedoch verbilligte sich Gemüse um 2,5 Prozent. Alkoholfreie Getränke allein verteuerten sich im Schnitt um 1,8 Prozent, unter anderem Bohnenkaffee um 1,7 Prozent.

Bekleidung und Schuhe als Preisdämpfer

"Bekleidung und Schuhe" erwiesen sich im Jahresabstand als moderater Preisdämpfer mit -0,2 Prozent; dabei wurden Bekleidungsartikel um 0,5 Prozent günstiger, und Schuhe kosteten um 0,3 Prozent weniger. Im Monatsvergleich lag das heimische Preisniveau im Mai um 0,3 Prozent höher. "Freizeit und Kultur" war dabei mit +0,7 Prozent der Hauptpreistreiber - vor allem wegen der um 3,1 Prozent teureren Pauschalreisen. Der größte Preisdämpfer von April auf Mai war der Bereich "Bekleidung und Schuhe" mit -0,2 Prozent; Bekleidung wurde 0,2 Prozent billiger, Schuhe um 0,3 Prozent.

Höchste Inflationsrate in EU

Österreich verzeichnete im Mai mit 1,5 Prozent die höchste Inflationsrate in der EU. Der Durchschnitt aller 28 EU-Staaten lag im Vergleich zum April bei 0,6 Prozent, in der Eurozone betrug die Preissteigerung 0,5 Prozent, geht aus den am Montag veröffentlichten neuen Zahlen von Eurostat hervor.

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