In Spanien sinken neuerdings die Preise:
Deflation hat iberisches Land bereits erfasst

Preise sind um 0,1 Prozent geringer als im Vorjahr EZB will mittelfristig Teuerung bei 2 % stabilisieren

In Spanien sinken neuerdings die Preise:
Deflation hat iberisches Land bereits erfasst © Bild: Reuters

Spanien ist das erste EU-Land, das im Jahresvergleich eine Deflation aufweist. Im März sind die Verbraucherpreise überraschend um 0,1 Prozent unter das Vorjahresniveau gefallen. Die Statistiker in Madrid berechnen die Daten nach dem für den europäischen Vergleich herangezogenen Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). In Deutschland hatten die Preise auf dieser Basis um 0,4 Prozent angezogen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht mittelfristig ein stabiles Preisniveau bei einer Teuerung von knapp unter zwei Prozent gesichert. Experten rechnen damit, dass der EZB-Rat angesichts der gesunkenen Inflationsgefahren seinen geldpolitischen Spielraum diese Woche nutzen wird. Die Fachleute erwarten, dass der Schlüsselzins für die Euro-Zone um einen halben Prozentpunkt auf ein Prozent gekappt wird. Mit einer Politik des billigen Geldes soll in der Krise die Kreditvergabe angekurbelt und der lahmenden Wirtschaft auf die Beine geholfen werden.
(apa/red)