In diesen Ländern ist der EURO mehr wert:
Wo man mehr für sein Urlaubsgeld kriegt

Reisen nach Osteuropa nach wie vor am attraktivsten Starker Euro macht Urlaube in Übersee günstiger

In diesen Ländern ist der EURO mehr wert:
Wo man mehr für sein Urlaubsgeld kriegt © Bild: Reuters/Stapleton

Reisen in östliche Nachbarländer sind aus Sicht der "Brieftasche" nach wie vor am attraktivsten. Die Kaufkraft in der Slowakei oder der Tschechischen Republik ist um bis zu 50 Prozent höher als in Österreich. Überseedestinationen wie die USA, Japan und vor allem Mexiko sind derzeit aufgrund des konstant hohen Euro-Kurses noch attraktiver als im Vorjahr. Das beliebteste Urlaubsland der Österreicher, Italien, liegt hinsichtlich des Preisniveaus praktisch gleichauf mit Österreich. In Irland, der Schweiz, in Franzreich und Belgien bekommt man am wenigsten für sein Geld, ergaben aktuelle Berechnungen der Statistik Austria für April 2008.

Das Preisniveau am Urlaubsort ist für viele Urlauber neben dem Erholungsfaktor einer der Hauptgründe bei der Wahl der Urlaubsdestination. Wie schon im Vorjahr, bekommt man in den osteuropäischen EU-Ländern, die gerade bei Kurzurlauben voll im Trend liegen, heuer für sein Euro-Budget zwischen 25 und 50 Prozent mehr als in Österreich, so die Statistik Austria. In der Slowakei beispielsweise bekommt man für 100 Euro Güter und Dienstleistungen im Wert von 149 Euro. In der Tschechischen Republik bekommt man 145 Euro, trotz einer 13-prozentigen Verteuerung gegenüber Österreich aufgrund höherer Inflation (+7 Prozent) und Aufwertung der Tschechischen Krone (+10 Prozent).

Einen ähnlichen Effekt weist auch Kroatien, Österreichs zweit-beliebtestes Urlaubsland, auf: Zum einen gab es eine vergleichsweise hohe Inflation von knapp 6 Prozent, zum anderen zog die Kuna um knapp 2 Prozent an. Daraus ergab sich kumuliert ein Anstieg des relativen Preisniveaus und damit eine Verteuerung von fast 4 Prozent. In Kroatien bekommt man für 100 Euro Waren und Dienstleistungen im Wert von 117 Euro.

Die signifikanteste relative "Verbilligung" (19 Prozent) konnte für Großbritannien beobachtet werden und lässt sich fast ausschließlich mit dem Höhenflug des Euro und dem damit verbundenen Kursverfall des Britischen Pfunds (GBP) von fast 18 Prozent erklären, hieß es in der Aussendung.

Niedrigstes Preisniveau in Mexiko
Unter den untersuchten Auslandsdestinationen weist derzeit Mexiko mit einem Euro-Gegenwert von 184 (11 Prozent günstiger als noch im Vorjahr) das niedrigste Preisniveau auf. Der Höhenflug des Euro macht sich neben Mexiko (-12 Prozent) auch bei den übrigen Überseedestinationen bemerkbar. Die USA verzeichneten sogar eine Abwertung des US-Dollars von knapp 16 Prozent im Jahresabstand gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung und liegen nun bei einem Gegenwert von 137 Euro gemessen an der heimischen Kaufkraft. Japan verzeichnet einen Euro-Gegenwert von 108.

In der beliebten Auslandsdestination Türkei (132) kompensierten sich die Preis- und Wechselkursentwicklungen zu einem Gutteil. Die relativ hohe Inflation (9 Prozent) wurde im untersuchten Zeitraum durch eine noch stärkere Abwertung der Neuen Türkischen Lira (TRY) gegenüber dem Euro (12 Prozent) mehr als ausgeglichen, was insgesamt zu einer Verbilligung von 7 Prozent gegenüber Österreich führte.

Innerhalb der Eurozone bilden derzeit wie im Vorjahr die Reiseziele Irland, mit Abstand vor Frankreich und Belgien, die 3 teuersten Plätze. In Deutschland bekommt man für 100 Euro mit 104 knapp mehr als in Österreich. Derzeit leidet nicht nur Österreich unter stark wachsenden Konsumentenpreisen: Preissteigerungen im Jahresabstand von 3 Prozent bis zu 9 Prozent konnten im Länderset beobachtet werden, so die Statistik Austria. Lediglich Japan (+1,2 Prozent), die Niederlande (+2,2 Prozent) und das Vereinigte Königreich (+2,4 Prozent) verbuchten Inflationsraten von unter 3 Prozent.
(apa/red)