In Japan wird die Energie knapp: Notplan aktiviert, um Nachfrage gerecht zu werden

Schuld sind Hitze und Atomkraftwerks-Schließung Stillgelegtes Wasserkraftwerk soll wieder ans Netz

In Japan droht ein Energie-Notstand: Erstmals seit 17 Jahren musste der Megakonzern Tokyo Electric Power (Tepco) einen Notplan aktivieren, um der Nachfrage nach Strom gerecht zu werden. Die anhaltende Hitze im ganzen Land sowie die Schließung eines Atomkraftwerkes haben nach Angaben des Unternehmens zu dem Engpass geführt.

Mit dem Notplan könne Tepco laut Gesetz Großkunden zwingen, ihren Energieverbrauch zu verringern. Außerdem sollte ein eigentlich stillgelegtes Wasserkraftwerk im Norden Tokios wieder ans Netz gehen.

Tokyo Electric Power ist der größte private Energiekonzern der Welt. Das Unternehmen hatte im Juli sein Kernkraftwerk in Kashiwazaki -Kariwa in Zentraljapan nach einem Erdbeben schließen müssen. Das größte Kernkraftwerk der Welt ist für die Versorgung Tokios immens wichtig. Neben diesem Problem macht Tepco auch die Hitze zu schaffen. Die Japaner lassen Tag und Nacht die Klimaanlagen laufen und verbrauchen dadurch viel mehr Strom als sonst. Zum bisher letzten Mal war der Energie-Notplan 1990 in Kraft gesetzt worden.

(apa/red)