In bester Gesellschaft

Lisa Ulrich-Gödel über künstliche Geheimnisse Nun interessiert die Chose erst recht ganz Österreich

In bester Gesellschaft © Bild: NEWS

Zugegeben: Sportliche Großereignisse wirken auf mich ähnlich anziehend wie Ärztewartezimmer in Zeiten der Grippehochkonjunktur. Meinem Respekt vor den erbrachten Leistungen tut dies keinen Abbruch.

Fasziniert verfolge ich, wie viele andere, die Karrieren unserer Sportstars. Wie bei allen Stars bringt das ein Interesse am privaten Umfeld mit sich. So freut es mich etwa – ganz aktuell – nicht nur zu erfahren, wie sich Ski-Pensionist Hermann Maier, Ö3-Mikromann Tom Walek und die Kandidaten Sabrina Grillitsch und Alexander Serdjukov (siehe S. 136) für ihre Südpol-Expedition stählen, sondern auch, wer den Antarktis- Abenteurern aus heimischen Gefilden guten Mut schickt. So fühlt man doch gern mit Tom Walek, wenn er über seine Freundin, Ex-Triathletin Veronika Hauke, sagt: „Sie würde am liebsten mitgehen!“ Und irgendwie ist es beruhigend, Sabrina Grillitsch und Alexander Serdjukov daheim froh zurückerwartet zu wissen. Nur Hermann Maier lässt uns an Privatem nicht teilhaben. Bohrende fünf Fragen in Claudia Stöckls „Frühstück bei mir“ überstand er, ohne sich in Sachen „Beziehungsstatus mit Freundin Steffi“ festzulegen. – Sollte er damit sein Privatleben schützen wollen, ist er freilich auf der ganz falschen Fährte. Denn, ganz ehrlich: Nun interessiert die Chose erst recht ganz Österreich.