In bester Gesellschaft

Isabella Großschopf & Lanzi am Wörthersee

In bester Gesellschaft © Bild: NEWS/Ricardo Herrgott

Ich halte mein Weinglas und schaue etwas beschämt zu Boden. Es ist Beachvolleyball und weit nach Mitternacht. – Nein, glauben Sie mir, deswegen schaue ich nicht beschämt. Es hat vielmehr mit meinem Gegenüber zu tun. Denn in unserer fröhlichen Runde im Veldener Szenetreff „Stamperl“ steht vis-à-vis von mir der Lanzi. Ja, genau: DER Lanzi.

Ex-Skirennläufer Matthias Lanzinger, dem sie nach seinem schweren Sturz im vergangenen Jahr den linken Unterschenkel amputieren mussten. Und für den an diesem 4. März 2008 sein Lebenstraum zerplatzt ist. Peng! Aus und vorbei! Und jetzt steht er mir hier mit seiner Beinprothese strahlend gegenüber, turtelt mit seiner Freundin Eva, lacht, erzählt mir von seinem neuen Marketing-Job bei Salomon und freut sich wie ein kleines Kind, dass er hier beim Beachvolleyball-Event dabei sein DARF. Und überhaupt – es geht ihm super! Und ja, ich genier mich grad ein bissi. Weil ich echt gut im Jammern bin. Wenn’s draußen regnet. Oder wenn’s zu heiß ist. Oder wenn der Depperte vor mir sich den depperten Parkplatz vor meinem depperten Haus krallt. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch – ich werde mich wohl auch weiterhin über Belanglosigkeiten ärgern. Aber ab und zu sollte man auch das wieder einmal hinterfragen.