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In Deutschland leben mehr als zehn Millionen Ausländer

Höchste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen 1967

In Deutschland leben so viele Ausländer wie noch nie. Ende 2016 waren es gut zehn Millionen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Binnen zwei Jahren erhöhte sich die Zahl damit um fast 1,9 Millionen oder 23 Prozent. In dieser Statistik werden nur Menschen berücksichtigt, die ausschließlich eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzen.

Dies war demnach die höchste jemals registrierte Zahl seit der Einrichtung des Ausländerzentralregisters (AZR) im Jahr 1967. Ein Grund für die Entwicklung ist der starke Zuzug von Flüchtlingen: Seit Anfang 2015 kamen fast 520.000 Syrer, 178.100 Afghanen und 138.500 Iraker in die Bundesrepublik Deutschland. Dagegen spielt die Zuwanderung aus den EU-Mitgliedstaaten - etwa den von der Euro-Krise betroffenen Mittelmeerstaaten Griechenland, Italien, Portugal und Spanien - eine geringere Rollen als in den Vorjahren.

In den Jahren 2015 und 2016 nahm die Zahl der Ausländer den Angaben zufolge um knapp 1,9 Millionen Menschen zu - ein Anstieg um 23,1 Prozent. Netto wanderten im Jahr 2015, als die Flüchtlingskrise auf ihrem Höhepunkt war, gut 1,5 Millionen Menschen zu. Im Jahr 2016 wurden netto gut 480.000 Zuwanderer registriert.

Der Saldo aus Geburten und Sterbefällen in der ausländischen Bevölkerung belief sich laut Statistik 2015 und 2016 auf fast 100.000 Menschen. Seit Anfang 2015 wurden zudem knapp 230.000 Menschen nach ihrer Einbürgerung in Deutschland aus dem AZR gelöscht.

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