So stärken Sie Ihr Immunsystem

Während der kalten Jahreszeit ist unser Immunsystem ganz besonders gefordert. Da kann es schon ein bisschen Unterstützung brauchen. Und die können wir ihm mit der richtigen Ernährung zukommen lassen. Der Ernährungsexperte Daniel Fichtinger verrät, worauf wir jetzt ganz besonders achten sollten.

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1. Gesunde Fette und Proteine

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Auf die Mischung kommt es an, sagt Fichtinger bezugnehmend auf die Versorgung mit hochwertigen Fetten und Proteinen. Letztere stecken zuhauf in Fisch, Fleisch, Milchprodukten, Eiern, Nüssen und Hülsenfrüchten. Was die Fette anbelangt, so gilt es ganz besonders auf die Zufuhr von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zu achten, die Studien zufolge entzündungshemmend wirken dürften. Dazu Fichtinger gegenüber "ProntoPro": "Mit einer Handvoll Nüsse am Tag ist man bestens mit den essentiellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im richtigen Verhältnis versorgt." Reich an Omega-3-Fettsäuren sind auch Leinöl, Chiaöl und Hanföl. Und wer gerne Fisch isst, sollte allem voran auf Lachs, Forelle oder Hering setzen.

2. Wurzelgemüse und Hülsenfrüchte

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Seit jeher haben in der kalten Jahreszeit Hühner- und Rindsuppe, gekocht mit einer ordentlichen Portion Wurzelgemüse, Saison. Und das aus gutem Grund: Karotten, Sellerie, Lauch und Co. stärken den Körper und liefern wertvolle komplexe Kohlenhydrate. Der Ernährungsexperte rät, der Suppe zusätzlich Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen und Sojabohnen beizumengen, die allesamt wertvolle Vitamine und Mineralstoffe liefern. Apropos kalte Jahreszeit: Wer auf Wärme von innen heraus setzen will, ist mit Gewürzen wie Kümmel, Sternanis, Wacholder und Chili gut beraten.

3. Ausreichend Vitamin C

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Nicht nur Kiwis, Erdbeeren und Zitrusfrüchte sind reich an Vitamin C. Auch in manch einem Gemüse steckt der gesunde Immunbooster. So zum Beispiel in Brokkoli, Grün- und Rosenkohl. Letzterer enthält bis zu dreimal so viel Vitamin C wie eine Orange. Paprika hat, verglichen mit dem eben genannten Obst, immerhin doppelt so viel Vitamin C. Ideale Lieferanten sind auch Petersilie und die Schwarze Johannisbeere. Und dann wäre noch ein Früchtchen, das man hier auf keinen Fall vergessen darf: die Sanddornbeere. Ihr Vitamin-C-Anteil ist, verglichen mit dem von Orangen, vier bis 16 Mal so hoch.

4. Ausgewogene Ernährung

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Eine gesunde Ernährung ist eine abwechslungsreiche Ernährung. "Man sollte sich das ganze Jahr über ausgewogen ernähren. Denn wer mit bestimmten Nährstoffen unterversorgt ist, ist infektionsanfälliger", weiß Fichtinger. Um im Falle des Falles gewappnet zu sein, beginnt man also schon vor der kalten Jahreszeit mit dem Auffüllen der körpereigenen Speicher. Bei einer ausgewogenen Ernährung nicht fehlen dürfen Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Obst und Gemüse, fermentierte Milchprodukte, Gewürze und Kräuter und ab und zu auch eine Portion Fleisch und Fisch. Auf diese Weise kann man sicherstellen, dass der Körper mit allen B-Vitaminen, Magnesium, Zink, Selen und Eisen und natürlich dem bereits genannten Vitamin C versorgt ist.

5. Vitamin D und Vitamin K

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Wie Studien belegen, dürfte ein niedriger Vitamin-D-Spiegel die Anfälligkeit für eine Infektion mit dem Coronavirus erhöhen. Um Vitamin D produzieren zu können, benötigt unser Körper das Licht der Sonne. Das ist im Winter ohnehin schon oft Mangelware. Allgemeine Ausgangsbeschränkungen machen die Sache in Zeiten des Lockdowns nicht besser. Um unseren Vitamin-D-Speicher aufzufüllen, sollten wir daher auf Vitamin-D-Präparate setzen. Wer erste Erkältungsanzeichen spürt, kann das Abwehrsystem zusätzlich mit Zink stärken. Die Einnahme und Dosierung von Nahrungsergänzungsmitteln sollte aber stets in Absprache mit dem Arzt erfolgen.

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