Immoinvestor bestätigt Immoaffaire von ÖBB-Chef Huber: Beschuldigter dementiert

Huber spricht von "Hetzjagd" gegen ihn persönlich Immoinvester Mader distanziert sich von 'trend'

In der Causa um einen umstrittenen Immobiliendeal der Ehefrau von ÖBB-Generaldirektor Martin Huber hat der Immobilieninvestor Axel Mader nun im Wesentlichen die Darstellung des ÖBB-Chefs bestätigt. Dabei distanziert sich Mader auch von den ihm zugeschriebenen Aussagen u.a. in der jüngsten Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "trend".

Huber habe ihn, als er sich 2007 für die fragliche ehemalige Telekom-Austria-Immobilie interessiert habe, "an seine (Hubers, Anm.) Frau verwiesen, mit der ich zwei Mal zusammentraf. Nach Prüfung der Immobilie durch unsere Fachleute haben wir uns entschieden, kein Angebot zu legen", meinte Mader.

Seine diesbezüglichen Aussagen gegenüber Journalisten seien in "zwei Medien falsch wiedergeben" worden, behauptet Mader. Das Interesse, das er bzw. seine damalige Immobiliengruppe Lion an drei Telekom-Liegenschaften gehabt habe, stamme aus einer früheren Phase. 2007 sei dann sein Interesse wieder erwacht, woraufhin er Huber angerufen habe.

Huber weist Anschuldigung zurück
Nach Darstellung des "trend" war es 2007 freilich Huber gewesen, der Mader wegen der Liegenschaft angesprochen hat. Huber hatte daraufhin entschieden zurückgewiesen, "an Verkaufsgesprächen rund um die Immobilie am Schillerplatz in irgendeiner Weise beteiligt gewesen zu sein". Es handle sich dabei um eine "Hetzjagd" gegen ihn persönlich.

Barbara Huber-Lipp hatte die Immobilie Schillerplatz 4 2006 gemeinsam mit einem Treuhänder für 5,8 Mio. Euro von der Telekom erworben und heuer für offenbar 11 bis 12 Mio. Euro an die Immobilienfirma Seeste weiterverkauft. Die Firma ist in beträchtlichem Umfang am Ausbau des neuen Wiener Hauptbahnhofs beteiligt. (APA/red)