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Wer 2010 eine Immobilie gekauft hat, kann heute fette Gewinne einstreifen

Die Preise auf den Immobilienportalen zogen in den vergangenen sieben Jahren kräftig an

Immobilien - Wer 2010 eine Immobilie gekauft hat, kann heute fette Gewinne einstreifen © Bild: apa/dpa/Jens Wolf

"Mit dem Verkauf eines 2010 erworbenen, durchschnittlichen Hauses bzw. einer Wohnung lassen sich laut unserer Analyse aktuell zwischen 50.000 und 100.000 Euro nach Abzug aller Nebenkosten erlösen", meinte Christian Nowak, Österreich-Chef von ImmobilienScout24.

Die Preise für Immobilien haben in den vergangenen Jahren massiv angezogen. Wer sich 2010 eine Bleibe gesichert hat, könnte heute bei einem Verkauf laut ImmobilienScout24 fette Gewinne einstreifen. Unter Berücksichtigung der Nebenkosten (Gebühren und Steuern) wären bei einer Durchschnittswohnung 676 Euro pro Quadratmeter drin (plus 25 Prozent) und bei einem Haus 501 Euro (plus 29 Prozent).

"Mit dem Verkauf eines 2010 erworbenen, durchschnittlichen Hauses bzw. einer Wohnung lassen sich laut unserer Analyse aktuell zwischen 50.000 und 100.000 Euro nach Abzug aller Nebenkosten erlösen", meinte Christian Nowak, Österreich-Chef von ImmobilienScout24. Bei der Auswertung wurden jeweils die Angebotspreise auf der Immobilienplattform verglichen. Vorausgesetzt wird dabei, dass die Immobilien über einen Makler erworben und als Hauptwohnsitz genutzt wurden, weiters dass sie zu 50 Prozent in Cash bezahlt, als nur zur Hälfte mit einem Kredit finanziert, wurden.

Den größten Gewinn pro Quadratmeter werfen der Untersuchung zufolge Wohnungen in Salzburg mit 928 Euro ab - ein Plus von 40 Prozent gegenüber 2010. In Oberösterreich erreicht der Gewinnanstieg für eine vor sieben Jahren erworbene Wohnung immerhin noch 38 Prozent (oder 662 Euro pro Quadratmeter), im Burgenland und in der Steiermark jeweils 34 Prozent (oder 394 Euro bzw. 551 Euro pro Quadratmeter). In absoluten Zahlen folgt hinter Salzburg Tirol mit 682 Euro Gewinn im Falle einer Veräußerung (plus 26 Prozent).

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Bei Häusern war der prozentuelle Erlöszuwachs im Untersuchungszeitraum in Kärnten und in Oberösterreich mit einem Erlösanstieg von jeweils 34 Prozent am höchsten - pro Quadratmeter wären das aber nur 446 bzw. 510 Euro. Absolut gesehen erzielt man heute in Tirol und in Salzburg den größten Verkaufsgewinn - mit 699 bzw. 635 Euro pro Quadratmeter.

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Bei einem Gewinn von 50.000 Euro würde ein gutes Drittel der Österreicher schwach und denke ans Verkaufen, bei 50.000 bis 100.000 kämen weitere 15 Prozent dazu, erhob ImmobilienScout24. Doch nur jeder fünfte Österreicher ist derzeit einer Umfrage des Immobilienportals zufolge auch tatsächlich verkaufs- und umzugsbereit. 56 Prozent fühlten sich "hundertprozentig wohl in ihrem Zuhause" und wollten nicht verkaufen, 20 Prozent hätten einen Verkauf "kurz überlegt und sich dann dagegen entschieden".

2010 wurden für ein Durchschnittshaus mit 125 Quadratmetern (ohne Nebenkosten) hierzulande rund 223.500 Euro (1.788 Euro pro Quadratmeter) verlangt, heute sind es rund 313.000 Euro (2.504 Euro pro Quadratmeter). Der Angebotspreis für eine durchschnittliche Wohnung mit 80 Quadratmetern stieg im selben Zeitraum von 221.808 auf 302.563 Euro bzw. von 2.773 auf 3.782 Euro pro Quadratmeter.

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Für die Immobilienpreise sei die Auswertung aller Angebotsdaten auf Immobilien.net bzw. ImmobilienScout24 für Häuser und Wohnungen 2010 und 2017 herangezogen worden. Die Datengrundlage umfasst den Angaben zufolge über 250.000 Datensätze oder 5 Millionen Datenpunkte, ausschließlich von gewerblichen Immobilienmaklern.

Die Berechnung des möglichen Gewinns beim Weiterverkauf einer 2010 erworbenen Immobilie erfolgte unter folgenden Annahmen: Wohnung oder Haus wurde ab 2010 als Hauptwohnsitz genutzt und mittels Makler und mit einem Eigenkapitalanteil von 50 Prozent erworben, die Vertragserrichtungsgebühren von 2 Prozent wurden berücksichtigt. Beim Verkauf wurden Grunderwerbssteuer (3,5 Prozent vom Kaufpreis), Eintragungsgebühren ins Grundbuch (1,1 Prozent), Vertragserrichtungskosten (2 Prozent), Maklergebühren (3 Prozent) und die Eintragung von Pfandrechten ins Grundbuch (1,2 Prozent vom Pfandrecht) miteinberechnet.

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