Immerhin ein paar Stars sind mit dabei:
Ungeliebter Confed-Cup als Übungswiese

Spanien, Brasilien und Italien die üblichen Favoriten Auftritt des Irak im internationalen Rampenlicht

Immerhin ein paar Stars sind mit dabei:
Ungeliebter Confed-Cup als Übungswiese © Bild: Reuters/Kalis

Auch bei seiner achten Auflage hat der Confederations-Cup noch das Image eines ungeliebten Turniers mit einer wertlosen Trophäe. Dennoch können die Organisatoren der von 14. bis 28. Juni dauernden WM-Generalprobe in Südafrika das eine oder andere prominente Zugpferd wie Spaniens EM-Finaltorschütze Fernando Torres und Brasiliens Ex-Weltfußballer Kaka präsentieren.

In Gruppe A heißt der haushohe Favorit Spanien, als Herausforderer des seit November 2006 ungeschlagenen Europameisters versuchen sich der "Bafana Bafana" ("Die Jungs") genannte Gastgeber Südafrika, der Asienmeister Irak und Ozeanien-Champion Neuseeland. Weitaus mehr Brisanz scheint in Gruppe B garantiert zu sein, in die Weltmeister Italien, Confed-Cup-Titelverteidiger und Copa-America-Gewinner Brasilien (WM-Ausrichter 2014), die USA und Afrika-Meister Ägypten gelost wurden. Die Top-Zwei jeder Gruppe steigen ins Halbfinale auf, das Finale steigt am 28. Juni im Ellis Park von Johannesburg.

Mit welchem Elan und in welcher Besetzung gerade die großen Nationen antreten werden, ist aber noch abzuwarten. Nach einer langen und kräftezehrenden Saison in Europas Topligen sehnen sich gerade die Stars eigentlich mehr nach Urlaub.

"Ihr werdet viele neue Gesichter sehen"
Italiens Teamchef Marcello Lippi nimmt das Turnier eher locker. "Der Sieger des Cups hat danach nie die WM gewonnen. Ich bin mir deshalb nicht sicher, ob ich den Cup gewinnen will", meinte Lippi und kündigte einige Experimente an: "Ihr werdet viele neue Gesichter sehen."

Ganz anders ist die Lage bei Veranstalter Südafrika, der unter besonderem Druck. Ein Scheitern im internationalen Härtetest würde die WM-Stimmung im Land erheblich drücken. Neues Selbstvertrauen tankte das Team des brasilianischen Trainer Joel Santana, der auf eine Mischung aus heimischen Talenten und Europa-Legionären setzt, mit Siegen in der sogenannten Nelson Mandela Challenge gegen Kamerun im November 2008 und Norwegen im März dieses Jahres. Zuvor hatte es für den zweifachen Kontinentalmeister zahlreiche Nackenschläge gegeben - darunter die früh verpasste Qualifikation für den Afrika-Cup im Jänner 2010 in Angola.

Für den Irak markiert der Confed Cup einen der seltenen großen Auftritte im internationalen Rampenlicht. Die einzige WM-Teilnahme gab es 1986 in Mexiko. 2007 wurde das Team des damaligen Trainers Jorvan Vieira überraschend Asienmeister, besiegte im Finale Saudi-Arabien durch einen Treffer von Younis Mahmoud.
(apa/red)