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Immer weniger Briten glauben an guten Ausgang der Brexit-Gespräche

Kritik an britischer Regierung in Verhandlungen um EU-Austritt

Immer weniger Briten glauben einer Umfrage zufolge an einen guten Ausgang der Brexit-Verhandlungen. In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Nationalen Zentrums für Sozialforschung zeigten sich 52 Prozent der Befragten überzeugt, dass Großbritannien mit einem schlechten Deal aus den Verhandlungen über den EU-Austritt gehen werde. Nur noch 19 Prozent glauben demnach an einen guten Ausgang.

Die 2.200 Umfrageteilnehmer wurden dreimal in diesem Jahr befragt: im Februar, im Juli und im Oktober. Noch im Februar glaubten nur 37 Prozent an eine schlechte Brexit-Vereinbarung.

Außerdem sank der Umfrage zufolge das Vertrauen der Befragten in die Regierung. Im Februar fanden zwar bereits 41 Prozent, dass die Regierung die Verhandlungen schlecht führe - im Oktober waren es allerdings schon 20 Prozentpunkte mehr.

John Curtice vom Nationalen Zentrum für Sozialforschung erklärte, es erscheine, als drückten in der Umfrage Brexit-Gegner ihre zunehmende Unzufriedenheit mit dem Verlauf der Verhandlungen aus. Die Umfrage-Ergebnisse lassen sich ihm zufolge jedoch mit einer anderen Entwicklung erklären: Viele, die den Brexit noch beim Referendum im Sommer 2016 befürwortet hatten, würden immer pessimistischer, erklärte Curtice.

Brexit-Befürworter würden eher die Verhandlungen kritisieren, als zu der Meinung zu kommen, dass das Verlassen der EU grundsätzlich falsch sei. Ein schwieriger Brexit könne sich also negativ auf das Ansehen von Premierministerin Theresa May und ihre Regierung auswirken, erklärte Curtice. Ein "Auslöser für einen Sinneswandel bezüglich des Brexit" sei dies allerdings nicht.

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