Im dichten Rauch die Orientierung verloren:
Drei Feuerwehrmänner bei Brand auf Uni tot

Opfer waren im Alter zwischen 23 und 30 Jahren

Drei junge Feuerwehrleute sind in Budapest bei der bisher größten Tragödie der ungarischen Florianijünger ums Leben gekommen. Die Männer waren an Löscharbeiten in der Technischen Universität beteiligt, wo im zweiten Kellergeschoß ein Feuer am Schießplatz ausgebrochen war, erklärte der Sprecher der Budapester Feuerwehr, Peter Molnar.

Laut Nachrichtenagentur M T I sollen die drei Feuerwehrleute wegen des dichten Rauchs im Kellerlabyrinth die Orientierung verloren haben. Der Sauerstoff ihrer Atemgeräte, die nur eine Nutzungsdauer von 20 bis 25 Minuten garantieren, ging schließlich zur Neige.

Die drei ohnmächtigen Männer wurden von ihren Kollegen geborgen, konnten aber trotz Wiederbelebungsversuchen nicht gerettet werden. Die Opfer im Alter zwischen 23 und 30 Jahren waren erfahrene Feuerwehrleute, betonte Molnar. Sieben weitere Florianijünger erlitten Rauchvergiftungen.

Der Brand war auf dem Schießplatz ausgebrochen, als drei Zivilisten Schießübungen durchführten. Nach Aussage der Feuerwehr sollen als Dämmschutz aufgestellte Gummireifen in Flammen aufgegangen sein und giftige Gase abgegeben haben. Zunächst waren zwei Feuerwehrzüge am Schauplatz eingetroffen, die drei Opfer gingen als Vorhut in den Keller.

Insgesamt waren 25 Feuerwehren im Einsatz. Die Löscharbeiten gestalteten sich wegen der großen Hitze und der giftigen Gase als äußerst schwierig.
(apa)