Im Prospekt sah das aber ganz anders aus!:
Rekordsommer auch bei Reisebeschwerden

Oftmals wird das Blaue vom Himmel versprochen Mangelnhafte Unterbringung ist Urlaubs-Ärgernis Nr. 1

Im Prospekt sah das aber ganz anders aus!:
Rekordsommer auch bei Reisebeschwerden

Auch in Sachen Reisebeschwerden wird der Sommer 2006 ein Rekordsommer. Das Urlaubs-Ärgernis Nummer eins bleibt auch heuer wieder die mangelhafte Unterbringung. Das geht aus der Auswertung von 138 Beschwerden von Mitte Juni bis Mitte Juli 2006 durch die Arbeiterkammer (AK) hervor. 43 Prozent der Touristen beklagten sich über ihre Quartiere. Jeden Vierten der 138 Reisenden ärgerten Flugverschiebungen, -verspätungen oder gestrichene Flüge. Die AK rät, gleich nach der Reise die Ansprüche gegen den Veranstalter geltend zu machen.

Beschwert wurde sich zum Beispiel über falsche Katalogangaben und nicht eingehaltene Vertragszusagen (Klimaanlage, Meerblick). Das kommt daher, dass viele Reiseveranstalter in ihren Prospekten oftmals das Blaue vom Himmel versprechen. Wenn die Touristen dann am Urlaubsort ankommen tritt die große Ernüchterung ein. Oft waren die Zimmer schmutzig, abgewohnt, schimmelig und feucht, manchmal gab es sogar Ungeziefer. Wegen Überbuchungen war fast jeder Zehnte sauer: Ersatzquartiere boten nicht den vereinbarten Standard oder waren in einem anderen Urlaubsort bzw. auf einer anderen Insel.

Urlaubsalbtraum - Flugverspätung
27 Prozent mussten sich mit Flugverschiebungen oder völligen Streichungen von Flügen herumplagen. In einigen Fällen wurden Rückflüge um mehrere Tage verlegt. Oft traf das Fluggepäck erst Tage später am Urlaubsort ein oder es wurde beschädigt abgeliefert. Jede zehnte Beschwerde betraf Reisestornos. Am häufigsten betroffen waren die Reiseländer Türkei, Griechenland und Spanien.

Problemkind: Maturareisen
Erstmals gab es vermehrt Anfragen zu Maturareisen. Den frisch gebackenen Maturanten wird zugemutet, in winzigen Zimmern zusammengepfercht oder gar in einem anderen Hotel als gebucht untergebracht zu werden. Und das wiegt bei einer Maturareise doppelt schwer. Will man doch gemeinsam mit den Schulkollegen den erfolgreichen Maturaabschluss feiern und nach der intensiven Lernerei die Freizeit genießen. Diese Erfahrungen weisen darauf hin, dass mitunter versucht wird, bei möglichst geringem Aufwand möglichst großen Reibach zu machen. Auch Probleme bei der Stornierung von Maturareisen kommen immer wieder vor.

Die Tipps der Konsumentenschützer
Nach der Rückkehr die Ansprüche mit einem eingeschriebenen Brief gegen den Reiseveranstalter geltend machen. Ein Musterbrief ist auf der AK Homepage (http://arbeiterkammer.at) zu finden.
(APA/red)