Im Gehirn verankert von

Herzogin Meghan besitzt die
seltene Fähigkeit der Ambidextrie

Nur einer von 100 Menschen hat diese Kompetenz

Im Gehirn verankert - Herzogin Meghan besitzt die
seltene Fähigkeit der Ambidextrie © Bild: APA/AFP/POOL/Eddie MULHOLLAND

Meghan hat die Fähigkeit der Ambidextrie. Der medizinische Begriff stammt aus dem Lateinischen und ist auf die Worte "ambo" (beide) und "dexter" (rechte Hand) zurückzuführen. Von Ambidextrie, auch Beidhändigkeit genannt, wird demnach gesprochen, wenn beide Hände in sehr hohem Maße gleichwertig genutzt werden können. Was auf den ersten Blick nach einem Vorteil klingt, bringt aber häufig Probleme mit sich.

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Nur einer von 100 Menschen ist ein geborener Beidhänder, der mit links und rechts gleichermaßen geschickt agieren kann.
Auch Meghan soll zu den ein Prozent der Weltbevölkerung gehören, die beide Hände behände einsetzen können. Je nach Tätigkeit, wechselt Prinz Harrys Frau zwischen dominanter und unterstützender Hand.

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Sie schreibt mit der rechten Hand und hält auch ihre Handtaschen bevorzugt rechts – wobei Letzteres je nach Situation varriert.
Wenn es um das Essen, Trinken oder Gitarre spielen geht, setzt die 37-Jährige laut "The Sun" bevorzugt ihre linke Hand ein. Was auf den ersten Blick nach einem Vorteil klingt, bringt aber häufig Probleme mit sich.

Beidhändigkeit birgt Gefahren

Das hat eine europaweite Untersuchung unter Führung des Imperial College in London gezeigt. Die Studie ist im Fachmagazin „Pediatrics“ erschienen. Ein Forschungsteam beurteilte die Daten von 8000 Kindern aus Finnland, von denen 87 beidhändig waren. Sie kamen zu dem Schluss, dass Kinder und Jugendliche ohne dominante Hand doppelt so oft psychisch erkranken und Lernprobleme haben wie Rechts- oder Linkshänder. Neben den Sprachschwierigkeiten und schlechten Leistungen in den ersten Schuljahren war im Teenager-Alter auffällig oft ADHS zu beobachten.

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Die Ursachen für eine Beidhändigkeit

Die Ursachen für eine Beidhändigkeit sind weitgehend unklar. Die Forscher vermuten, dass die übliche Dominanz einer Gehirnhälfte fehlt, die normalerweise über die bevorzugte Hand entscheidet. Es gibt aber bislang kaum entsprechende Untersuchungen des Gehirns, zumal die Zahl der Betroffenen gering ist.

Übrigens: Meghans Mann, Prinz Harry ist Rechtshänder. Prinz William und sein Sohn George hingegen sind Linkshänder, wie auch einst Königin Victoria, König George VI. und die Queen Mother