Illegale Geschäfte mit Hundebabys. Das Geschäft mit geschmuggelten Tieren boomt.

Schnäppchenpreise für großteils todkranke Tiere Offene Grenzen fördern den illegalen Handel

Illegale Geschäfte mit Hundebabys. Das Geschäft mit geschmuggelten Tieren boomt. © Bild: Vier Pfoten

Das illegale Geschäft mit Hundebabys aus Osteuropa boomt: Unzählige Welpen werden von skrupellosen Händlern in Kofferräumen illegal nach Österreich geschmuggelt. Hier werden sie im Internet oder über Zeitungsinserate oft zu Schnäppchenpreisen angeboten. Geworben wird mit „liebevoller Aufzucht“ oder „Familienanschluss“.

Die Realität
Was aber wirklich dahinter steckt, sind Welpen, die aus Massenzuchten stammen, vor allem aus Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Sie werden viel zu früh von ihren Müttern getrennt und viele davon sind todkrank. Mit gefälschten Papieren werden die Kleinen durch ganz Europa gekarrt. Die offenen Grenzen innerhalb der EU machen es den Welpenhändlern zum einfachen und lukrtativen Geschäft.

Kampagne gegen unseriösen Hundehandel
Mit der aktuell gestarteten Kampagne „Unseriöser Hundehandel – Stoppt die Welpendealer!“ fordert die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN nun ein Ende dieses Tierleids. Für Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN, sind eine europaweite Registrierungspflicht für alle Hunde sowie verstärkte Grenzkontrollen deshalb unerlässlich. Sie betont: „Das kriminelle Verhalten der gewissenlosen Händler muss stärker verfolgt und geahndet werden.“

Jeder Welpenkauf unterstützt das Geschäft
Ahnungslose Interessenten  kaufen die Welpen oft aus Mitleid, oder weil sie preiswert angeboten werden, ohne zu wissen, dass sie damit das skrupellose Geschäft unterstützen. Johanna Stadler: „Viele Menschen denken, der Kauf eines solchen Welpen wäre gelebter Tierschutz. Doch leider ist das Gegenteil der Fall. Dadurch wird diese grausame Industrie nur noch mehr angekurbelt.“ Viele der Hundebabys sterben bereits nach wenigen Tagen, da sie weder geimpft noch entwurmt wurden. Wenn sie überleben, leiden viele davon ihr Leben lang an teils schweren Defiziten, wie etwa psychischen Störungen oder chronischen Krankheiten.

Mithelfen
Unter www.vier-pfoten.at hat VIER PFOTEN eine Petition geschaltet, die an die Europäische Union sowie die einzelnen Regierungen innerhalb der EU gerichtet ist. Darin fordert die internationale Tierschutzstiftung eine einheitliche und EU-weite Registrierung von Hunden sowie verstärkte Kontrollen bei Transport und Handel von Welpen. Jede Unterschrift hilft.

VIER PFOTEN

Bei Fragen schicken Sie ein Mail an Tierweltexpertin Isabel Finsterwalder unter tierwelt@news.at