Ikea-City von

Möbelhändler baut Stadt

Der schwedische Konzern will in Hamburg einen ganzen Stadtviertel errichten

Ikea-City - Möbelhändler baut Stadt © Bild: APA/DPA/FOERSTER

Vom Möbelbauer zum Städteplaner. Ikea will in Hamburg ein komplettes Stadtviertel errichten. Mit Wohnungen, Büros und Geschäften für tausende Menschen. Ein ähnliches Projekt plant das Unternehmen bereits im Osten Londons. Weitere westeuropäische Großstädte sollen folgen.

Bloß Möbel zu kreieren reicht dem schwedischen Giganten wohl nicht mehr. "Wir möchten einen neuen Stadtteil bauen, von dem Hamburg profitiert", bestätigt Harald Müller, Manager bei Ikeas Immobilientochter Landprop. Dafür werde ein mindestens fünf Hektar großes Areal rund um die Innenstadt oder in Flughafennähe gesucht. Das Unternehmen konzentriert sich bei seiner Suche auf brachliegende Grundstücke oder solche mit zum Abriss freigegebenen Gebäuden. Die Devise lautet also: neu bauen.

Für die Mittelklasse
Das konkrete Gestaltungskonzept für das Viertel will Ikea gemeinsam mit den Behörden erarbeiten. Ein ähnliches Projekt plant das Unternehmen übrigens bereits im Londoner East End. Unter dem Namen "Strand East" sollen rund 1.200 Wohnungen, Büros, Hotels und Gewerbeflächen errichtet werden. Das Viertel soll innerhalb der nächsten fünf bis sechs Jahre gebaut werden. Und leistbar sein. Denn produziert werde "nicht für Superreiche, sondern für die Mittelklasse", so Müller laut "spiegel.de".

Multimedia-Möbel von Ikea
Schon zuvor war Ikea mit der Ankündigung aufgefallen, nun auch Multimedia-Möbel zu bauen. Im Speziellen will der Konzern Möbel mit integrierten Fernsehern, CD- und DVD-Spielern sowie drahtlosen Musikanlagen anbieten, die dem Problem des Kabelsalats im Wohnzimmer ein Ende bereiten. Dafür werden eigens Produkte mit dem chinesischen Elektronikkonzern TCL Multimedia entwickeln.

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