Ihre Abgeordneten saufen offenbar zu viel:
Australier fordern Alko-Tests für Mandatare

Alko-Tests vor Abstimmungen über Gesetzesentwürfe Anlass: Vorfall nach feuchtfröhlicher Weihnachtsfeier

Ihre Abgeordneten saufen offenbar zu viel:
Australier fordern Alko-Tests für Mandatare

Die schlechten Manieren manches Abgeordneten in Australien haben im Land den Ruf nach Alkoholtests für die Parlamentarier laut werden lassen. Die Zeitung "Daily Telegraph" berichtete, auch Abgeordnete selbst unterstützten die Forderung, dass es vor Abstimmungen über Gesetzentwürfe Alkoholtests geben solle. Der Vorschlag war aufgekommen, nachdem ein Abgeordneter des Bundesstaats-Parlaments von New South Wales eine Kollegin nach einer Weihnachtsfeier wüst herumgeschubst hatte - sein zweiter derartiger Fehltritt. Im September wurde bereits Polizeiminister Matt Brown gefeuert, weil er bei einer feuchtfröhlichen Party angeblich in Unterhosen auf dem Sofa seines Büros herumtanzte.

"Mal ganz ehrlich - wenn es einen Alkohol-Atemtest für Kranführer gibt, dann sollte es ihn auch für Leute geben, die Gesetze schreiben", sagte der Grünen-Abgeordnete John Kaye dem "Telegraph". Oppositionsführer Barry O'Farrell tat kund, er persönlich beteilige sich gern an derartigen Tests. Auf ein besonders positives Echo stieß die Idee bei der Bahn-, Bus- und Straßenbahngewerkschaft: Alle Bus-und Bahnmitarbeiter müssten sich immer wieder unangekündigten Tests auf Alkohol und Drogen unterziehen, und diese seien wegen der hohen Sicherheitsanforderungen des Jobs auch notwendig, erklärte die Gewerkschaft - ebenso hohe Sicherheitsanforderungen seien aber für die Steuerung eines Staates nötig.
(apa/red)