"Ihr denkt halt immer noch an Cordoba":
Rudi Völler im TV-MEDIA-Exklusivinterview

Deutschlands Kickerlegende spricht vorm Länderspiel 47-facher Teamkicker freut sich auf Prestige-Duell

"Ihr denkt halt immer noch an Cordoba":
Rudi Völler im TV-MEDIA-Exklusivinterview © Bild: Reuters/Fassbender

Legendär. Das 4:1 am 29. Oktober 1986 verursacht echten Austrofans immer noch feuchte Augen und ist auch einem deutschen Kultfußballer im Gedächtnis geblieben: Rudi Völler – 47-facher Torschütze im Nationalteam, 1990 als Spieler Weltmeister, und 2002 als DFB-Trainer. TV-MEDIA bat den 47-jährigen, der aktuell Bayer-Leverkusen- Sportdirektor ist, zum Exklusivinterview.

TV-MEDIA Herr Völler, was fällt Ihnen zum 29. Oktober 1986 ein?
Rudi Völler: Da haben wir doch verloren, oder? Genau – und relativ hoch sogar!

TV-MEDIA Stimmt, 1:4, und Sie waren im deutschen Team. Erinnern Sie sich noch an das Spiel?
Völler: Ich habe das Tor geschossen und weiß noch, dass es ziemlich Theater mit dem Schiedsrichter gab. Luigi Agnolin hat zwei Elfer gegen uns gepfiffen, und der Toni Polster hat beide verwandelt. Es war zwar nur ein Freundschaftsspiel, für uns aber eine bittere Niederlage.

TV-MEDIA Jetzt treffen Österreich und Deutschland wieder aufeinander. Was kann man sich erwarten?
Völler: Primär eine Bestandsaufnahme ein paar Monate vor der EM. Klar, für Österreich sind die Spiele gegen Deutschland immer Highlights, noch dazu, wo das deutsche Team gerade jetzt in sehr guter Verfassung ist. Ich freu mich jedenfalls schon drauf.

TV-MEDIA Sind für Deutschland die Begegnungen mit Österreich denn auch etwas Besonderes?
Völler: Eher weniger. Ihr Österreicher denkt halt immer noch an Cordoba, und diese Niederlage war für Deutschland natürlich auch sehr bitter, hat ein kleines Erdbeben ausgelöst. Aber danach hat sich eigentlich alles normalisiert. Und wie gesagt: Nun haben wir ein Aufbauspiel für die EM vor uns, da ist das Ergebnis nicht ganz so wichtig wie dann bei der EM – auch wenn das Duell von den Medien aufgebauscht wird.

TV-MEDIA Österreichs Nationalteam befindet sich in der Krise. Verfolgen Sie eigentlich das Fußballgeschehen jenseits der Grenze?
Völler: Nicht so intensiv. Ich weiß aber, dass die Ergebnisse bei den Österreichern zuletzt nicht positiv waren. Im Hinblick auf die Heim-EM muss das aber gar kein Nachteil sein. Wenn man nicht unbedingt als Favorit ins Turnier geht, kann man eher Überraschungen liefern. Und die Österreicher können nur positiv überraschen! Da sind sie in einer angenehmeren Situation als die Schweizer, bei denen die Erwartungshaltung für die EM viel höher ist.

TV-MEDIA Kennen Sie aktuelle österreichische Teamspieler?
Völler: Ja. Ist eigentlich der Pogatetz, der ja mal bei uns war (Anm.: Leverkusen), wieder dabei? Um den gab es doch in letzter Zeit einiges Theater.

TV-MEDIA Pogatetz wird im Spiel gegen Deutschland sein Teamcomeback feiern.
Völler: Das wäre auch ratsam. Er ist ein guter Spieler, der es zwar bei Leverkusen aufgrund der riesigen Konkurrenz nicht gepackt hat, aber dem Abwehrverbund der Österreicher wieder Stabilität geben könnte. Außerdem fällt mir noch Bremen-Stürmer Harnik ein. Der hat in der Bundesliga schon gute Ansätze gezeigt.

Lesen Sie das komplette Interview im TV-MEDIA Nr 6/08!

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