"Ideale Vorbereitung auf die EURO 2008":
U19-EM in Oberösterreich war ein Erfolg

71.000 Zuschauer sahen die spannenden Spiele Ruttensteiner: "Bin überwältigt und begeistert"

"Ideale Vorbereitung auf die EURO 2008":
U19-EM in Oberösterreich war ein Erfolg

Mit einem knappen 1:0-Finalsieg von Titelverteidiger Spanien gegen Griechenland ist die U19-EM in Oberösterreich zu Ende gegangen. Der "Probelauf" für die EURO 2008 ist durchwegs gut verlaufen, das Zuschauerinteresse war mit 71.000 Besuchern enorm. "Für den österreichischen Fußball war es eine ideale Vorbereitung auf die EURO", betonte Leopold Windtner, der Präsident des Oberösterreichischen Fußballverbands (OÖFV).

Laut Windtner sei sogar der extra für das Finale angereiste UEFA-Präsident Michel Platini begeistert gewesen, wie dieses Fußball-Festival abgelaufen ist. "Es ist uns gelungen, unsere Losung, neue Maßstäbe in- und außerhalb der Stadien zu setzen, zu erfüllen. Von Steyr über Linz bis hin zu Pasching und Ried hat alles bestens geklappt", freute sich der Vizepräsident des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB).

Das Ziel, für die EURO 2008 Stimmung zu machen, sei ebenfalls erreicht worden. Die Begeisterung der Fans war vor allem bei den drei Österreich-Spielen, zu denen mehr als insgesamt 25.000 Besucher kamen, klar ersichtlich. "Ich bin überwältigt und begeistert, was von der Resonanz des Publikums her abgelaufen ist. Da war eine Länderspielstimmung wie beim A-Team", fasste Turnierdirektor Willi Rutensteiner zusammen.

Der bisherige Zuschauerrekord von der vergangenen U19-EM in Polen (45.000 Zuschauer) wurde klar "pulverisiert". Dafür wird der ÖFB von der UEFA mit einer Extraprämie von 40.000 Schweizer Franken belohnt.

Spannende Spiele
Dazu war das Turnier vom ersten Spieltag an spannend und mit dem Finaleinzug von Griechenland gab es am Ende auch eine doch große Überraschung. "Wir haben acht tolle Teams gesehen, es waren gute Spiele auf hohem Niveau. Und unsere Mannschaft hat dabei phasenweise mithalten können", sagte Ruttensteiner.

Schade sei nur das vorzeitige Aus der ÖFB-Kicker rund um Coach Hermann Stadler gewesen. "Wir haben speziell im Auftaktspiel gegen Spanien mehr als eine Hälfte hervorragenden Fußball gespielt und Griechenland 90 Minuten Paroli geboten", klang bei Stadler aufgrund der "verlorenen Chance" auch etwas Wehmut durch.

Der Ex-Salzburg-Kicker wird nun die ÖFB-U16-Auswahl (Jahrgang 1992) übernehmen und peilt die Qualifikation für die U17-EM 2009 in Deutschland an. "Die EM war ein großer Lernprozess für die Spieler, aber auch für mich selbst", erklärte Stadler, der hofft in den nächsten Jahren erfolgreicher abzuschneiden.

Positiver Ruttensteiner
Der Technische Direktor des ÖFB, Ruttensteiner, blickt ebenfalls positiv in die Zukunft. "Wir werden die Erfolge jetzt genießen und analysieren und dann aber sofort den Weg weitergehen und versuchen, uns neuerlich zu verbessern. Wir sind auf dem richtigen Weg". In der U19-Mannschaft hätten einige Akteure das nötige Potenzial den Sprung ins A-Team zu schaffen. "Diese Spieler können uns noch viele Erfolge bescheren."

(apa/red)