"Ich habe ihm verziehen": Silvio Berlusconi ist seinem Angreifer nicht nachtragend

Premier regeneriert nach Mailänder Wurfattacke 42-jähriger Täter sitzt in Untersuchungshaft

"Ich habe ihm verziehen": Silvio Berlusconi ist seinem Angreifer nicht nachtragend © Bild: Reuters

Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi, der bei einem Angriff während einer Parteiveranstaltung in Mailand vor zehn Tagen von einem mutmaßlich Verwirrten verletzt worden ist, hat dem Täter verziehen. "Ich habe ihm verziehen, ich kann einfach nicht nachtragend sein", sagte Berlusconi bei einer Zuschaltung zur Weihnachtsfeier seiner Mitte-Rechts-Partei "Volk der Freiheit".

Der 42-jährige Massimo T., der Berlusconi eine Alabaster-Miniatur des Mailänder Doms ins Gesicht geworfen hatte, befindet sich in Untersuchungshaft in Mailand. Seine Rechtsanwälte haben eine psychiatrische Untersuchung gefordert. Sie drängen auf eine Überführung des Mannes in eine psychiatrische Anstalt. Der Täter steht seit seinem 18. Lebensjahr in psychiatrischer Behandlung. Wegen seiner psychischen Lage dürfe er nicht länger in Untersuchungshaft bleiben, sagten die Rechtsanwälte.

Regierungschef Berlusconi erholt sich inzwischen in seiner Mailänder Residenz von der Nasenfraktur und der Unterlippen-Verletzung, die ihm Massimo T. zugefügt hat. Mehrere Regierungsmitglieder besuchten den 73-Jährigen in der Villa San Martino in Arcore bei Mailand. Berlusconi wird sich mindestens bis Anfang des neuen Jahres eine Arbeitspause gönnen müssen und von allen öffentlichen Terminen fern bleiben.

(apa/red)