Ich laufe, also bin ich: Nike startet mit neuem Barfuß-Feeling in die Laufsaison

Der "Nike Free Run+ 2" im NEWS.at-Härtetest Perfekter Trainingsschuh mit kleinen Schwächen

Mit dem "Nike Free Run+ 2" Laufschuh bringt der Sportartikelhersteller "Nike" einen Trainings- und Laufschuh unter das ausgehungerte Laufvolk, der vor allem durch seine puristische Unauffälligkeit punktet: Ein Härtetest auf Wiener Stadt- und Waldlaufstrecken.

Der Hörndlwald im 13. Wiener Gemeindebezirk Hietzing ist eine Schrebergarten- und Wohlfühloase. Eingebettet zwischen dem Lainzer Tiergarten und der Siedlung Friedensstadt ist er aber vor allem ein Erholungsgebiet mit wunderschönem Ausblick über Wien und birgt zudem ein Paradies für (Hobby-)Läufer und Hundebesitzer. Als Ausgangspunkt des Lauftests dient ein ausrangierter Fußballplatz mit Aschebahn.

Im Gelände
An die 20 Runden sollen im gemütlichen Tempo abgespult werden, danach noch eine 400m-Runde im Sprint. Nachdem man sich an die kaum spürbare Leichtigkeit des Schuhs gewöhnt hat, kann man sich gar nicht vorstellen, dass man dieselbe Strecke mit gefühlsmäßig doppelt so schweren Schuhen hinter sich gelassen hat.

Nike gelingt es seine Zielsetzung mit Bravour umzusetzen, nämlich einen Schuh zu entwickeln, der den natürlichen Bewegungsablauf des Fußes unterstützt und trotzdem genug Komfort und Schutz bietet, um auch unwegsames Gelände perfekt zu meistern. Die Vorteile des Barfußlaufens werden mit den Vorzügen eines stabilen Schuhs gekonnt kombiniert.

Auf Asphalt
Auf der anderen Seite bietet sich der "Nike Free Run+ 2" auch perfekt als Trainingsschuh für asphaltierte Straßen an. Für einen weiteren Versuch wurde dafür die Prater Hauptallee in Wien ausgewählt; ein Läuferparadies, das neben der asphaltierten Hauptstraße auch unzählige Abzweigungen ins Gelände bietet. Die fünf Kilometer lange Strecke auf der großen Allee ist wie schon beim unwegsameren Gelände angenehm zu laufen; die Dämpfung des Schuhs für den Asphalt ausreichend.

Die kleinen Schwächen liegen im Detail: "Nike Free Run+ 2" ist sicher kein Schuh für winterliche Temperaturen und schon gar nicht für vereiste oder verschneite Straßen. Für die Monate von April bis Oktober erhält er aber die uneingeschränkte Höchstpunktezahl, und das nicht nur wegen des ansprechenden Designs.

Test-Fazit
Der Nike-Schuh verbindet den Gedanken eines High-Tech-Laufinstruments mit dem puristischen Charme des barfüßigen Laufens. Knochen, Bänder, Sehnen und Muskeln als Sinnbild einer Zurück-zur-Natur-Attitüde, die vor allem für urbane Läufer konzipiert scheint. Der "Nike Free Run+ 2" ist der idealer Begleiter für Hobby- und Freizeitjogger, die viel Wert auf schlichtes, aber effektives Training setzen. Spüren tut man den Schuh ohnehin kaum.

Philip Dulle