"Ich kämpfe um den Landeshauptmann": In NEWS verrät Dinkhauser seine Ambitionen

ÖVP-Rebell will Herwig van Staa vom Thron stürzen Am 8. Juni soll die Tiroler Politik aufgemisch werden

"Ich kämpfe um den Landeshauptmann": In NEWS verrät Dinkhauser seine Ambitionen © Bild: NEWS/Fischer

"Ich hab's versprochen, ich mach's!" Innsbruck-Mühlau, Richardsweg 15, die Dinkhausers im 1. Stock, Mietwohnung. Überfallsartig hat die Tiroler Regierung die Herbstwahl auf den 8. Juni vorgezogen. Der AK-Präsident, kampfeslustig: "Die Vorverlegung ist eine Lex Dinkhauser, aber ich tret an, das ist fix. Ich mach's, weil ich's vielen versprochen hab." Bis 2. Mai muss seine Liste in den neun Tiroler Wahlkreisen etwa 1.000 amtlich beglaubigte Unterstützer haben, die Kandidatenliste erstellt und den Wahlkampf konzipiert haben. "Ja, das wird eine Ochsentour für mich, aber wenn einer ein hohes Ziel hat, etwa den Nanga Parbat zu erklimmen oder Landeshauptmann zu werden, muss er das z'sammbringen. Sonst ist er für d' Fisch!"

Rebell und Gefolge
Schon hat er "ganz locker" an die vierzig Listen-Kandidaten an der Hand. Transitgegner ebenso wie Bürgermeister und deren Vizes nebst unzufriedenen Bürgern aus allen Bezirken. Speziell aus der Landes-ÖVP, aber auch von der SPÖ hätten sich ihm schon viele angeboten. "Alles handfeste Leut aus dem Volk, mit denen man die Welt verändern kann", so der ÖVP-Rebell. "Namen sag ich erst ganz am Schluss, weil die Leut ja nicht lebensmüd sind, es wird schon genug Druck ausgeübt auf vermutete Kandidaten."

Das Ziel: der Sturz von LH van Staa
Wahlziel Dinkhausers, dem Demoskopen mittlerweile bis zu 22 Prozent der Stimmen prophezeien: "Wenn's auch nur 15 Prozent werden, muaß ma a Mess lesen lassen. Das wär schon a Sensation, da würd sich was in Tirol bewegen, da müssten ein paar ihre Koffer packen." Vor allem Landeshauptmann Herwig van Staa. Der, so Dinkhauser, nur mehr der abhängige "Schleppträger" der wenigen, aber fast alles Tiroler Budgetgeld abcashenden Milliardärsbauern mit ihrem Präsidenten Steixner sei. Daher: Der Sturz van Staas ist das erklärte Ziel.

Ein Poker à la Schüssel.
Ähnlich wie 1999/2000, als sich der Wahldritte Wolfgang Schüssel zum Bundeskanzler taktierte, glaubt auch Dinkhauser, Tirol erobern zu können: "Wenn am 8. Juni eine radikale Änderung im politischen Leben stattfindet, dann findet diese auch in den Köpfen statt. Und mit hoher Zustimmung wird ohne mich nichts gehen, also wird man sicher versuchen, gemeinsam etwas zu bewegen."

Nein zur Steigbügelhalterei nach allen Seiten
Eine klare Absage erteilt Dinkhauser allen Verdächtigungen, am Ende des Tages würde er doch der ÖVP wieder zum Landeshauptmann-Sessel verhelfen (so die SPÖ-Ängste) oder, umgekehrt (die ÖVP-Ängste), sich von SPÖ und FPÖ zum Landeshauptmann küren lassen. Dinkhauser kämpferisch im NEWS-Gespräch: "Sicher nicht. Es geht nicht um meine persönliche höhere Ehre. Ich trete nicht um die Macht an, sonderen um die Machtverhältnisse zu ändern. Darum haben mich so viele Tiroler gebeten, und deren Zuspruch macht mir Mut, gibt mir Kraft. Ich will keine Seilschaften, sondern Gemeinschaften."

Die ganze Geschichte lesen Sie nach im NEWS 12/2008!