IAEO-Bericht bringt die Welt ins Schwitzen: Iran könnte schon an Atombombe arbeiten

Internationale Gemeinschaft droht mit Konsequenzen Khamenei: "Absurde und wiederholte Kommentare"

IAEO-Bericht bringt die Welt ins Schwitzen: Iran könnte schon an Atombombe arbeiten © Bild: APA/EPA

Mit Verärgerung und Besorgnis hat die Welt auf einen Bericht der UNO-Atomenergiebehörde IAEO reagiert, nach dem Teheran bereits an einer Atomwaffe arbeiten könnte. US-Vizepräsident Biden warnte Teheran vor "Konsequenzen", Russland forderte das Land auf, den Verdacht zu entkräften.Der Iran zeigte sich dagegen gelassen: Der Bericht sei "langweilig und nicht neu", sagte Irans IAEO-Vertreter.

Das geistliche Oberhaupt der islamischen Republik, Ayatollah Ali Khamenei, wiegelte ab: Der Iran strebe nicht nach der Atombombe. Vertreter der USA und anderer westlicher Staaten hätten zuletzt in "absurden und überholten Kommentaren" behauptet, der Iran wolle Atomwaffen bauen, so Khamenei.

Der russische Außenamtssprecher Nesterenko sagte, Moskau rufe die Führung in Teheran erneut mit Nachdruck zu einer aktiveren Zusammenarbeit mit der IAEO sowie mit den fünf ständigen Mitgliedern im Weltsicherheitsrat USA, Großbritannien, Russland, Frankreich und China plus Deutschland auf. Moskau schließt zudem als Vetomacht im UNO-Sicherheitsrat Sanktionen gegen den Iran nicht mehr aus.

USA drohen mit neuen Sanktionen
US-Vizepräsident Biden drohte mit neuen Sanktionen: "Gemeinsam mit unseren internationalen Partnern arbeiten wir daran sicherzustellen, dass der Iran wirkliche Konsequenzen dafür zu spüren bekommt, dass er sich nicht an die internationalen Abmachungen hält".

Auch Paris mahnte zur "Entschlossenheit" gegenüber der Islamischen Republik. Der jüngste IAEO-Bericht zeige deutlich, dass "auf die fehlende Zusammenarbeit" des Iran eine entschlossene Antwort dringend nötig sei, erklärte das französische Außenministerium. Yukiya Amano, der neue IAEO-Generaldirektor, spricht in dem Bericht von "in sich schlüssigen und glaubhaften" Informationen zu möglichen Aktivitäten, die im Zusammenhang mit Nuklearwaffen stehen könnten.

(apa/red)

Kommentare

Da helfen keine Sanktionen! Bombardieren, einmarschieren und den Diktator vernichten!
Das eigene Land stellt sich schon gegen den Wahnsinnigen,
also nutze die Gunst der Stunde, vergiss Sanktionen am
Papier und weg mit ihm!

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