I am Alive von

Überlebenskünstler

Nach jahrelanger Wartezeit erscheint das Survival-Game "I am Alive" als Xbox-Arcade-Titel

I am Alive - Überlebenskünstler © Bild:

Ich bin am Leben: Wenn man den Entwicklungshintergrund von "I am Alive" kennt, ist der Name Programm. Bei einem Spiel, das vor Jahren angekündigt und später kurzfristig eingestellt wurde, um dann komplett umgekrempelt als "abgespeckter" Download-Titel wie Phönix aus der Asche aufzutauchen, fragt man sich offengestanden, was dabei noch rausschauen kann. Recht viel überraschenderweise, um soviel schon mal vorwegzunehmen.

Wer von "I am Alive" noch nichts gehört hat, dem sei ein einfaches Rezept nahezulegen: Man nehme die Controller-Akrobatik eines "Tomb Raider" oder "Prince of Persia", bette sie in die Stimmung des Hollywood-Streifens "I am Legend" und fette sie mit ein paar spannenden spielerischen Herausforderungen auf.

Die Story des Spiels ist schnell erzählt: Ein Jahr nach einer Apokalypse, die einfach nur "Event" tituliert wird und den Planeten Erde in Schutt und Asche gelegt hat, macht sich Protagonist Adam in der desolaten Stadt Haventon auf die Suche nach Frau und Tochter. Und muss dabei nicht nur waghalsige Akrobatik unter Beweis stellen, sondern sich auch den streunenden Mob der City vom Hals halten.

Survival durch und durch
"I am Alive" zeigt sich dabei bemüht innovativ und unterstreicht mit der Spielart die beklemmende Endzeitatmosphäre: Die Klettereinlagen sind etwa allesamt an eine Konditionsanzeige gebunden, die Adam aus Erschöpfung abstürzen lässt, wenn der Spieler es mit dem "Herumgehopse" übertreiben sollte. Auch Waffen liegen nicht wie Sand am Meer in der Stadt verteilt. Wenn die Schüsse mit Pistole oder Pfeil und Bogen zu Ende sind, muss man sich eben mit der Machete einen Weg durch die unliebsamen Anrainer bahnen oder überhaupt hoffen, dass eine erhobene Schusswaffe alleine ausreicht, um Feinde zu gesunder Distanz zu animieren.

Interessant entpuppt sich auch der Ansatz, dass man für das Meistern einer Episode nur eine bestimmte Anzahl an Versuchen hat. Schafft man dies nicht, wird man an den Anfang der Episode zurückversetzt. Immerhin: Das Retten von Zivilisten bringt zusätzliche Continues. Allerdings sind dafür einzusammelnde Gegenstände nötig, die man selbst gut gebrauchen kann wie beispielsweise Medipacks. Der Spieler wird also immer wieder in die verzwickte Situation gebracht, die Chancen für sein Überleben gut abwägen zu müssen. Mission Survival erfüllt.

NEWS.AT-FAZIT
Ubisoft setzt mit "I am Alive" ein kräftiges Lebenszeichen für Xbox Live Arcade im speziellen und für Download-Spiele generell. Die Präsentation einer beklemmenden Endzeit-Atmosphäre und der unübliche, aber sehr treffende Gameplay-Ansatz überraschen positiv. Vor allem für einen Überlebenskampf, den man im Vorfeld eigentlich schon verloren geglaubt hatte. Während sich über den Ausgang der Geschichte noch streiten lässt, schmeckt somit lediglich die kurze Spielzeit von knapp vier Stunden ein wenig bitter.

Das Spiel gibt es derzeit nur als Download für Xbox Live Arcade und kostet 1.200 Microsoft Points (rund 15 Euro). Ein Release für Playstation Network ist ebenfalls geplant, aber derzeit noch ohne Termin.