Hypo Vereinsbank plant Filialverkauf: 200 Standorte von Massenveräußerung betroffen

Im Anschluss sollen Objekte rückgemietet werden Immobiliengeschäft soll bis Jahresende erledigt sein

Die UniCredit-Tochter HypoVereinsbank will ihre rund 200 eigenen Filial- und Bankgebäude verkaufen und verspricht sich davon einen Erlös im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Bis auf die Hauptverwaltungen in München und Hamburg will sich die Bank demnach von ihren Immobilien trennen und sie dann wieder zurückmieten.

Hypo Vereinsbank plant Filialverkauf: 200 Standorte von Massenveräußerung betroffen

Geprüft werde, die Objekte an einen einzigen Immobilieninvestor zu verkaufen. Mögliche Interessenten nannte eine Sprecherin von HVB nicht. An potenzielle Investoren seien Aufforderungen für Angebote verschickt worden, hieß es in einem Bericht der "Financial Times Deutschland". Die HVB plane, das Immobiliengeschäft bis Jahresende abzuschließen.

Die Bank sehe den Verkauf als vorteilhaft an, weil der Konzern nicht nur den finanziellen Erlös aus dem Verkauf habe, sondern sich auf das eigentliche Kerngeschäft konzentrieren könne, hieß es. Daneben erwarte die HVB Kostenvorteile und habe mehr Flexibilität in der Nutzung der Objekte.

Derzeit nutze die Bank etwa 800 Immobilien, vor allem für den Betrieb ihrer Filialen. Davon sind rund 600 Objekte angemietet und damit nicht im Eigentum der Bank. Die Schließung einzelner Standorte aus dem eigenen Bestand von rund 200 Immobilien sei mit dem Eigentümerwechsel nicht geplant. Daher sei mit dem Verkauf auch keine Änderung im Filialnetz verbunden.

(apa/red)