Krisenbank von

Hypo-Gipfel: Task Force
präsentiert Bericht

Mehrere Lösungsvorschläge - Spindelegger will vorerst einmal Bankengespräche führen

Hypo Alpe Adria: Task Force präsentiert mehrere Lösungsansätze. © Bild: APA/EPA/BARBARA GINDL

Die Krisenbank Hypo Alpe Adria wird Behörden und Experten noch längere Zeit beschäftigen: Beim Hypo-Gipfel am Montag hat Notenbankgouverneur Ewald Nowotny verraten, dass der Task-Force-Bericht zur Bank eine Fülle an Lösungsmöglichkeiten enthält. Derzeit werde die erste Variante begutachtet. Im Februar soll die Regierung dann eine Entscheidung treffen.

Als erste von vier Varianten gilt eine "Bankenbeteiligungslösung", wonach die Großbanken über eine zwischengeschaltete Spezialgesellschaft an einem Hypo-Konstrukt mitmachen würden. Sie fordern im Gegenzug aber eine Entlastung von der Bankensteuer.

Gespräche mit Banken und Eurostat

Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) sagte, als nächstes würden nun vertiefende Gespräche mit den Banken geführt, das werde rasch erfolgen. Zugleich würden Gespräche mit der europäischen Statistikbehörde Eurostat geführt, damit ein derartiges Modell anerkannt würde. Parallel würden im Finanzministerium "legistische Vorbereitungen" laufen, die für eine Bad-Bank-Errichtung nötig sind.

Im Februar werde man die Ergebnisse dieser Gespräche noch einmal erläutern, sagte Spindelegger beim Verlassen des Kanzleramts den wartenden Journalisten.

Steuerzahler sollen geschont werden

Was die Modelle betreffe, so folge die Regierung den Empfehlungen der Task Force. Eine Lösung mit den Banken sei von der Task Force als günstigste Variante für den Steuerzahler bewertet worden. Demnach werde sie als erste Möglichkeit der Kaskade präferiert.

Notenbankchef Nowotny sagte, die Modelle hingen jeweils an einer Reihe von Bedingungen. Eine der wichtigsten ist für den Notenbanker die Frage der Akzeptanz durch Eurostat. Nowotny hält es weiters für technisch möglich, eine Bad Bank noch im ersten Halbjahr aufzustellen.

In der Frage, ob die Hypo akut wieder frisches Kapital braucht, verlässt sich der Notenbanker auf Aussagen der Bank, wonach derzeit keine Notwendigkeit dafür bestehe. Beobachter gingen zuletzt davon aus, dass das Halbjahr ins Land gehen könnte, bevor ein endgültiges Abwicklungsmodell für die staatliche Krisenbank errichtet ist.

Kommentare

Josef Pröll hat die Hypo schon vor Jahren zu einer "ÖVP Bank" umgefärbt. Haider und Pröll sind dafür verantwortlich! - Zahlen darf/muss es der Steuerzahler.

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