Hypo Alpe-Adria von

Gutachten Ende 2012

WU-Professor Zechner soll Angemessenheit der Rendite prüfen

Hypo Alpe Adria © Bild: APA/Eggenberger

Die Flick Privatstiftung hat im Zusammenhang mit einem Vorzugsaktien-Investment bei der Hypo Alpe-Adria Bank den Finanzexperten Josef Zechner mit einem Gutachten beauftragt. Der Professor der Wirtschaftsuniversität Wien soll klären, ob die Rendite, die die Stiftung für ihre Investition kassierte, im Verhältnis zum Risiko angemessen war.

Das Gutachten soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein, dann wird es der Staatsanwaltschaft vorgelegt. "Sollte sich wider Erwarten zeigen, dass der Flick Privatstiftung bei dem Investment ein unrechtmäßiger Vorteil zugekommen ist, wird sie den entsprechenden Betrag zurückerstatten", heißt es in der Mitteilung. Der gesamte Erlös aus dem Hypo Vorzugsaktien Engagement sei bis zur Klärung des Sachverhalts treuhändig hinterlegt. Das seien mehr als 3,2 Mio. Euro, teilte die Stiftung der APA mit.

Wegen des Vorzugsaktien-Deals aus dem Jahr 2007 ermittelt die Staatsanwaltschaft Klagenfurt auch gegen die Stiftung. Die Flick-Stiftung hatte Vorzugsaktien der Kärntner Hypo gekauft, in geheimen Nebenabreden wurde der Stiftung aber eine Put-Option eingeräumt - das Investitionsrisiko ist daher fraglich. Stiftungsvorstand war zu diesem Zeitpunkt Ex-Hypo-Chef Wolfgang Kulterer. Auch der Rechtsanwalt Alexander Klaus war im Stiftungsvorstand und zugleich Rechtsberater der Hypo.

Kommentare