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Hype um Einhorn-Schoko:
Was dahinter steckt

Warum nicht mehr produziert wurde und wo die ausverkaufte Schoko noch zu haben ist

Einhorn-Schokolade © Bild: Ritter Sport

Sicher war die Einhorn-Schokolade von "Ritter Sport" eine gut durchdachte Kampagne, aber mit diesem Hype haben die Hersteller wohl nicht gerechnet. Anfang November gibt die limitierte Auflage, auf dessen Verpackung ein Einhorn mit glitzerndem Regenbogen prangt, an den Start. Seitdem war sie chronisch ausverkauft. Trotz enormer Nachfrage bleibt die Einhorn-Schoko aber schwer zu bekommen.

Weiße Schokolade mit Joghurt und Himbeer-Cassis und eine pinke Verpackung, die es in sich hat: Mit der Einhorn-Schokolade hat "Ritter Sport" offenbar genau den Nerv seiner Konsumenten getroffen. Kurz nach dem Start des Verkaufs im Webshop der Firm kursierte bereits der Hashtag #glittersport im Netz. Die Nachfrage war groß, doch der Webshop teilweise heillos überlastet. Am 14. November legte das Unternehmen mit 150.000 Stück nach - doppelt so viel wie im ersten Durchgang - und erneut ist es zu einem Run auf die Schokolade gekommen: "10.000 Tafeln pro Minute sind über den virtuellen Ladentisch gegangen", schrieben die Hersteller auf Facebook.

Warum nicht mehr produziert wurde?

Zahlreiche enttäuschte Fans der Einhorn-Schokolade sind allerdings leer ausgegangen, denn auch beim zweiten Anlauf waren die Server - trotz verstärkter Bemühungen - überlastet. Dafür entschuldigte sich das Unternehmen bei den treuen Kunden. Eine weitere Einhorn-Schokoladen-Produktion ist derzeit aber nicht geplant. Warum erklärt der Schokoladenproduzent auf seinem Blog: Die Nachproduktion ist nicht so einfach wie gedacht. Einerseits sind die frischen Produktzutaten nicht ständig verfügbar und müssen ebenfalls nachproduziert werden. Andererseits ist es laut Firma nicht möglich, die "besondere Rezeptur der 3-schichtigen Einhorn-Schokolade an einer unserer großen Produktionsanlagen herzustellen." Die Menge ist daher begrenzt und das soll so bleiben - aus produktionstechnischen Gründen und weil die Limited Edition eben nicht Standard werden soll. "Eine weitere Nachproduktion ist nicht geplant", heißt es auf der Website.

Wo das Einhorn noch zu finden ist

Die begehrte Schokolade ist zwar ausverkauft, einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es für Fans jedoch: Wer noch eine Einhorn-Schoko ergattern will, kann das auf "Ebay" tun, wenn dort auch der Preis (1,99 Euro pro Tafel) meist deutlich über jenem der Hersteller liegt.

Ganz vorbei ist es mit dem Einhorn noch nicht: Mitte Dezember werden parallel zu den Webshop-Bestellungen einige tausend Tafeln in zwei Geschäften in Deutschland verkauft: in der "Bunten SchokoWelt" in Berlin und im "SchokoShop" in Waldenbuch. Es gibt also noch Hoffnung.

Böse Zunge könnten jetzt behaupten, dass das knappe Angebot beabsichtigt war, um den Hype zu schüren. Die Firma sieht das anders: "Manch einer wirft uns vor, wir hätten euch mit der Limited Edition nur hinters Licht geführt. Dazu möchten wir euch fragen: Glaubt wirklich jemand, dass wir es uns zum Ziel gemacht haben, euch durch eine neue Sorte zu verärgern? Warum sollten wir das tun? Ernsthaft – warum?"

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