Hygienische Katastrophe in Venedig:
Stadt sagt Taubenkot den Kampf an

Marmor am Markusplatz durch Taubenkot zerstört 45.000 Tauben und 40 Prozent mehr Mäuse

Hygienische Katastrophe in Venedig:
Stadt sagt Taubenkot den Kampf an

Venedig will die Taubenschwärme vom Markusplatz verbannen. Wer künftig die Tiere dort füttert, müsse mit 500 Euro Strafe rechnen. "Die Verschmutzung durch den Kot sei eine hygienische Katastrophe", so der Sprecher der Stadtverwaltung.

Die Verschmutzung sei derart aggressiv, dass er den Monumenten schade, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Mittwoch. Auch der Marmorboden des Platzes werde beschädigt. Um einen taubenfreien Markusplatz zu erreichen, müssten auch die traditionellen fliegenden Händler verschwinden, die Touristen Körner zum Anlocken der Tauben verkaufen. Diese könnten an einen anderen Ort der Lagunenstadt umziehen, berichtete die Tageszeitung "La Stampa" am Mittwoch. Bisher gehörte der Schnappschuss mit den Taubenschwärmen auf dem Markusplatz zu den Standardfotos der Venedigtouristen.

45.000 Tauben auf mind. 10.000 reduzieren
Kopfzerbrechen bereitet den Behörden aber auch das Tierleben im kommunalen Untergrund: Binnen zwei Jahren habe sich die Zahl der Mäuse um nicht weniger als 40 Prozent erhöht.Die Zahl der Tauben in Venedig wird auf 45.000 geschätzt, 10.000 Exemplare wären das zu vertretende Höchstmaß, meint man beim Gesundheitsamt.
(apa/red)