Top 3 No-Gos

Die schlimmsten Hygiene-Fauxpas in Österreich. Und was der gute Ton verlangt.

Den Toilettennachbarn um Klopapier fragen, wenn auf der eigenen Kabine keines mehr vorhanden ist? Dem Gegenüber in Bus oder U-Bahn ein Taschentuch anbieten, wenn dieser mit schniefender Nase unangenehm auffällt? Was ist erlaubt oder sogar erwünscht und was verpönt? Eine von Tempo in Auftrag gegebene Studie deckt die Hygiene-No-Gos und die absoluten Musts auf.

von Mann niest in Taschentuch © Bild: Corbis

Für 89 Prozent der Österreicher ist es der schlimmste Hygiene-Fauxpas jemanden anzuniesen. Auf Platz zwei der No-Gos rangiert jemandem die Hand zu geben, nachdem in selbige geniest wurde (87 Prozent). Gleich darauf folgt die Unart, nach dem Toilettengang aufs Händewaschen zu verzichten (84 Prozent).

Frage des Respekts

Hygiene-Umgangsformen sind für 81 Prozent der Österreicher ein Zeichen von Respekt den Mitmenschen gegenüber. Moritz Freiherr Knigge, Experte für Umgangsformen, wundert das nicht: "Ein gepflegtes Miteinander ist Voraussetzung für einen gelungenen zwischenmenschlichen Umgang. Gute Manieren sind ein Zeichen für die Wertschätzung der Mitmenschen - und damit ein Ausdruck unserer Höflichkeit. Das gilt auch für den Bereich der Hygiene."

Sozial verträglich schnäuzen

Doch nun zur Praxis: Ein überfüllter Bus und ein notorischer Schniefer in der Menschenmenge. Ist es in Ordnung, dem Betreffenden ein Taschentuch zu reichen und ihn aufzufordern, dieses zu benützen? Das Umfrageergebnis zeigt: Ja. Und noch mehr: Ein Taschentuch anzubieten gehört sogar zum guten Ton! Zumindest für 69 Prozent der Österreicher. Dazu Moritz Freiherr Knigge: "Ich würde meinem Gegenüber mit einem freundlichen Lächeln ein Taschentuch reichen. Wenn jemand eine laufende Nase hat, dann hat er eine Erkältung, da ist doch nichts Schlimmes dabei."

Hätten Sie mal Klopapier?

Auch auf öffentlichen Toiletten muss man gelegentlich - wenn auch notgedrungen - mit seinen Mitmenschen auf Tuchfühlung gehen. Nämlich dann, wenn man zu spät bemerkt, dass die Klopapierrolle leer ist und auch sonstiges Material zum Säubern des Allerwertesten fehlt. 15 Prozent der Österreicher sind sich in dieser Situation unsicher, wie sie sich verhalten sollen. Ganze 74 Prozent aber bitten kurzerhand den Kabinennachbarn um Hilfe - egal, ob es sich dabei um den Chef oder einen Wildfremden handelt.

Der "Tempo Hygiene Check" wurde von der Innofact AG im Auftrag von Tempo durchgeführt. Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung von 2.525 Personen in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

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