Hurrikan 'Lane' trifft auf Mexikos Küste: Wirbelsturm verliert über Festland an Stärke

Zwei Tote, Flughäfen Culiacán & Mazatlán geschlossen

Der Hurrikan "Lane" ist am Wochenende mit voller Wucht auf die mexikanische Pazifikküste geprallt. Mit Windgeschwindigkeiten von über 205 Stundenkilometern trieb er meterhohe Wellen gegen die Küste und zog eine Spur der Verwüstung durch den Staat Sinaloa.

Zwei Menschen kamen ums Leben, ein Mensch wird noch vermisst. Bäume wurden entwurzelt, landwirtschaftliche Anbauflächen zerstört. Die Flughäfen von Culiacán und Mazatlán wurden geschlossen. Auch in den Staaten Michoacán und Jalisco wurden tiefer liegende Gebiete durch schwere Regenfälle unter Wasser gesetzt.

Nach Angaben des Nationalen Hurrikanzentrum der USA in Miami erreichte "Lane" die Kategorie 3 auf der fünf Stufen umfassenden Hurrikan-Skala. Bei seinem Zug aufs Festland im Nordwesten Mexikos verlor er erwartungsgemäß an Kraft und wurde im Laufe der Nacht zum Sonntag zu einem tropischen Tiefdruckgebiet heruntergestuft.

Nach Angaben des mexikanischen Innenministeriums wurde in einigen Ortschaften der Notstand ausgerufen. Einen Zeitungsbericht, nach dem Tausende von Dörfern durch die Folgen des Sturmes von der Außenwelt abgeschnitten worden seien, dementierte der Zivilschutz von Sinaloa. Es seinen lediglich mehrere Tausend Menschen in Notunterkünften untergebracht worden, hieß es.

Erst Anfang September war der Wirbelsturm "John" über die Halbinsel Baja California (Niederkalifornien) gezogen. Hauptsächlich wegen der Überschwemmungen waren vier Menschen zu Tode gekommen.

Die Atlantikstürme "Gordon" und "Helene" bedeuteten dagegen am Wochenende für die Ostküste der USA keine Gefahr mehr. Hurrikan "Gordon" zog abgeschwächt über offenes Meer. Tropensturm "Helene" legte zwar an Kraft zu. Wie "Gordon" wird nach Berechnungen der Meteorologen aber auch "Helene" über dem offenen Atlantik herumwirbeln.

Fünf Tote oder Vermisste durch Taifun in Südjapan
Der Taifun "Shanshan" hat im Süden und Südwesten Japans das öffentliche Leben teilweise zum Erliegen gebracht. Mindestens fünf Menschen wurden bei den Unwettern mit Windgeschwindigkeiten bis zu 250 Kilometern in der Stunde getötet oder galten als vermisst. Tausende suchten Zuflucht in öffentlichen Schutzräumen. Mehr als 300 Flüge wurden abgesagt. Der heftige Wind stürzte Fahrzeuge um und ließ auch einen Zug entgleisen. Auch der Schiffsverkehr in der Region war unterbrochen.

Von schweren Regengüssen ausgelöste Erdrutsche hätten am Samstag auf der Insel Kyushu zwei Menschen unter sich begraben, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Ein Mann wurde ins Meer gerissen. In der Präfektur Hiroschima wurden ein Mann getötet und einer vermisst. Auf Iriomote nahe Taiwan erreichte "Shanshan" Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern, auf Okinawa waren es bis zu 180 Kilometer pro Stunde, am Sonntag dann noch 160.
(apa/red)