Hurrikan "Irene" von

US-Ostküste zittert

Naturkatastrophe bedroht mehr als 50 Millionen Menschen - Florida im Glück

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    Aufräumarbeiten nach "Irene"

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    Hurrikan "Irene" ist durch die Millionen-Metropole New York gefegt. Zigtausende Menschen waren durch den Sturm ohne Strom. Die erwartete Katastrophe blieb aber aus.

Die Ostküste der USA bereitet sich nach dem jüngsten Erdbeben auf die nächste Naturkatastrophe vor. Der mächtige Wirbelsturm "Irene" bedroht potenziell mehr als 50 Millionen Menschen. Treten die Wetterprognosen ein, wird erstmals seit drei Jahren wieder ein Hurrikan die Küste treffen und Experten zufolge Schäden in Milliardenhöhe anrichten.

Hurrikan "Irene" hat sich auf seinem Weg von der Karibik zur Ostküste der USA zwar leicht abgeschwächt. Das National Hurricane Center stufte "Irene" am Freitag auf die Kategorie 2 herab. Allerdings liege "Irene" am oberen Ende der Stufe 2 und könne bald wieder die Voraussetzungen für die Kategorie 3 erreichen. Nach Angaben des Hurrikanzentrums in Miami bewegt sich "Irene" mit rund 20 Kilometern pro Stunde auf die schmale Inselkette Outer Banks vor dem Bundesstaat North Carolina zu. Der Sturm wirbelt mit Windgeschwindigkeiten bis zu 177 Stundenkilometern.

Danach dürfte er sich etwas abschwächen, mit der Kategorie zwei - Windgeschwindigkeiten von 154 bis 177 Kilometer pro Stunde - aber immer noch gefährlich genug sein, um in Delaware, Maryland und Virgina Verwüstungen anzurichten. Zahlreiche Metropolen werden die Ausläufer mit heftigen Regenfällen zu spüren bekommen. Auch New York ist in Alarmbereitschaft: Hier könnten am Sonntag die größten Schäden für die sowieso schon geschwächte Wirtschaft und die unter ungewöhnlich vielen und teuren Naturkatastrophen ächzenden Versicherer anfallen.

Obama mahnt seine Bürger
US-Präsident Barack Obama hat die Amerikaner an der Ostküste eindringlich zu Vorbereitungen gemahnt. "Warten Sie nicht, zögern Sie es nicht heraus", erklärte der Präsident. "Alles deutet darauf hin, dass dies ein historischer Hurrikan ist." Angesichts der Bedrohung durch den Hurrikan verkürzte das US-Staatsoberhaupt zudem seinen Urlaub auf der Ferieninsel Martha's Vineyard in Massachusetts.

Bedroht sind alle Einwohner an und in der Nähe der Küste von North Carolina bis hoch nach Cape Cod unweit von Boston. Bundesstaaten, Städte, Häfen, Konzerne und Atomkraftwerke bereiten sich auf das Schlimmste vor und holen die Notfallpläne aus den Schubladen. Die Menschen decken sich mit Nahrung, Wasser und Benzin ein und versuchen ihre Häuser, Autos und Boote sicher zu machen. Obama rief den Notstand für North Carolina aus, um dem Staat schneller Bundeshilfen zukommen zu lassen.