Hurrikan "Irene" von

Der "Big Apple" wird evakuiert

370.000 Menschen von Räumungen betroffen - Bloomberg warnt vor Lebensgefahr

  • Bild 1 von 20 © Bild: Reuters/US Navy

    Aufräumarbeiten nach "Irene"

  • Bild 2 von 20 © Bild: Reuters/Munoz

    Hurrikan "Irene" ist durch die Millionen-Metropole New York gefegt. Zigtausende Menschen waren durch den Sturm ohne Strom. Die erwartete Katastrophe blieb aber aus.

Die Angst in den USA vor dem Hurrikan "Irene" wächst. Der gewaltige Wirbelsturm traf am Samstag auf die Ostküste der USA und verursachte riesige Schäden im Bundesstaat North Carolina. In New York sollte vorsorglich der komplette öffentliche Nahverkehr eingestellt werden, 370.000 Menschen müssen in der Metropole evakuiert werden. Tausende Flüge wurden gestrichen, auch jener von Wien nach New York.

Eine der lebendigsten Metropolen der Welt ist zur Fußgängerzone geworden: Der öffentliche Verkehr in New York ist komplett eingestellt worden. Die drei Flughäfen, von denen sonst jeden Tag Tausende Flüge in alle Welt abgehen, wurden geschlossen. Seit Mittag (18 Uhr MESZ) sind auch die U-Bahn-Stationen dicht. Es soll zwar acht Stunden dauern, bis alle Züge in den Depots sind. Fahrgäste nimmt die "Subway" aber nicht mehr mit. Auch Busse fuhren nicht mehr.

Nach der Ankunft des mächtigen Hurrikans müssen in North Carolina hunderttausende Menschen vorerst ohne Strom auskommen. Der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern habe "schlimme Schäden" an Stromleitungen und an der Wasserversorgung angerichtet, sagte die Gouverneurin. Drei Menschen kamen bisher ums Leben.

Sturmgebiet in der Größe Europas
Bereits in den Stunden zuvor war der Bundesstaat von massiven Regengüssen heimgesucht worden. Sturmböen peitschen das Meer auf. Vielerorts wurden Straßen überflutet, tausende Menschen suchten Schutz in Notunterkünften. Meteorologen zufolge sollte "Irene" am Samstag entlang der Atlantikküste nach Norden weiterziehen und auch die Hauptstadt Washington streifen. Am Sonntag wird der Sturm in New York erwartet.

Das Hurrikanzentrum stufte "Irene" von Kategorie 2 auf 1 herunter. Entwarnung gab es aber nicht: Das gesamte Sturmgebiet, das nach Angaben des US-Senders CNN etwa so groß wie Europa ist, bleibe extrem gefährlich, warnten die Experten.

Bürgermeister Bloomberg schlägt Alarm
"Das ist kein Scherz, Ihr Leben könnte in Gefahr sein", warnte Bürgermeister Michael Bloomberg am Samstag vor dem Eintreffen des Hurrikans. Die Bewohner der von Überschwemmungen gefährdeten Stadtteile forderte er auf, die Anweisungen zu befolgen und ihre Häuser "sofort" zu verlassen.

Insgesamt erklärten mindestens zehn Bundesstaaten an der Ostküste vorsorglich den Notstand, mehr als 100.000 Mitglieder der Nationalgarde hielten sich für Katastropheneinsätze bereit. Nach einem CNN-Bericht könnten 65 Millionen Menschen von dem Sturm betroffen sein. Vielerorts kam es zu Hamsterkäufen, in Supermärkten wurde Mineralwasser knapp.

Weiterführender Link:
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Satellitenfotos von "Irene"

(Quelle: NASA)