Hungerstreik als ein Mittel des Widerstands:
Ab drei bis vier Wochen wird es gefährlich

Prominenteste Opfer Bobby Sands und Holger Meins Zwangsernährung ist in Österreich nicht untersagt

Ob Guantanamo-Häftlinge, Kurden in türkischen Gefängnissen, RAF-Terroristen oder Tierschützer - viele Gruppen nutzen den Hungerstreik als Form des passiven Widerstands. Dabei nimmt man jedoch ein großes Risiko auf sich: Ab drei bis vier Wochen können ernste Folgen eintreten, die sogar bis zum Tod reichen können.

Zu den prominentesten Opfern zählen das IRA-Mitglied Bobby Sands sowie der Baader-Meinhof-Mitstreiter Holger Meins, die nach 66 bzw. 57 Tagen Nahrungsverweigerung starben. Am wohl erfolgreichsten mit dem Instrument des Hungerstreiks war wohl Mahatma Gandhi, der dadurch einen Bürgerkrieg abwenden konnte.

Seit jeher gibt es auch Diskussion um die Zwangsernährung - vor allem ob die Ärzte zu dieser Maßnahme verpflichtet werden können. In Großbritannien wurde dies 1974 abgeschafft. Auch in Österreich ist Zwangsernährung nicht erlaubt.
(apa/red)