Hundstorfer beruhigt bei ÖGB-Finanzen: Bestätigt Loch zwischen Ein- & Ausnahmen

Bejahte auch 33 Mio. Euro-Kredit bei Bank Austria

ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer ist optimistisch, was die finanzielle Gebarung des Gewerkschaftsbundes betrifft. Er wiederholte am Rande einer Pressekonferenz in Wien, man sei nach dem BAWAG-Verkauf nun "prinzipiell schuldenfrei". Er räumte jedoch eine Lücke zwischen Ein- und Ausnahmen ein, welche bisher durch die BAWAG-Dividende gefüllt worden sei. Dafür müsse man nun selbst aufkommen. Dies gehe "nicht innerhalb von einer Stunde", als Zeithorizont habe man sich das Jahr 2009 gesetzt. Derzeit sei man damit beschäftigt, zu analysieren, ob die bisher getroffenen Sparmaßnahmen greifen.

Zuletzt hatte Hundstorfer im "Standard" von einem jährlichen Minus von 25 Mio. Euro gesprochen, er wollte aber keine genaue Zahl nennen. Man sei seit vergangenem Sommer dabei, dieses Loch zu schließen. Unter anderem sei der ÖGB um 130 Mitarbeiter kleiner geworden. Es gehe nun darum, die "Hausaufgaben" zu erledigen, er sei zuversichtlich, dass man dies auch tun könne.

Hundstorfer bestätigte auch einen 33 Mio. Euro-Kredit bei der Bank Austria, der für die Zwischenfinanzierung der Abschlagszahlungen für die ÖGB-Pensionisten aufgenommen wurde. Dieser soll in Kürze zurückgezahlt werden. Das Geld werde zum Teil aus dem Verkauf der ÖGB-Zentrale lukriert, sagte Hundstorfer.
(apa/red)