Hunderte Robbenjäger in Not: Schiffe im dichten Packeis vor Neufundland gefangen

Lebensmittel- & Treibstoffvorräte gehen langsam aus KLICKEN: So grausam ist das Robben-Massaker!

Hunderte Robbenjäger in Not: Schiffe im dichten Packeis vor Neufundland gefangen

Den Besatzungen von rund 90 im Packeis vor Neufundland festsitzenden Robbenjäger-Booten gehen allmählich die Lebensmittel- und Brennstoffvorräte aus. "Ihnen wird allmählich bange, weil sie schon seit acht oder zehn Tagen da draußen sind", sagte ein Hauptmann der kanadischen Küstenwache, Brian Penny,. "Ihre Vorräte werden knapp und es ist ein sehr langer und langsamer Prozess, sie alle zu erreichen."

Das ungewöhnlich dichte Packeis hat die dritte und größte Phase der umstrittenen jährlichen Robbenjagd der Kanadier gedrosselt. Die kanadische Regierung hat 270.000 Robben zum Abschuss freigegeben. Starker Nordostwind presst immer mehr Eisschollen an die Küste Neufundlands und des südlichen Labrador. Als er etwas nachließ, gelang es der Küstenwache, zehn Robbenfängerboote in Häfen zu schleppen.

"Die Bedingungen da draußen mit dem Eis sind furchtbar", sagte ein Bergungsleiter in Saint John's, Ward George. "Wir warten darauf, dass die Windrichtung wechselt, der Druck nachlässt und wir unsere Arbeit machen können." Einige Boote wurden von dem Eis aus dem Wasser gedrückt und kippten um.

Trotz Einfuhrverbote für Robbenfelle in die USA und die EU ist die international umstrittene Jagd der Kanadier noch immer ein lukratives Geschäft. Die Jäger bekommen rund 57 Euro pro Fell. Abnehmer sind die Modeindustrie in Norwegen, Russland und China. An Kampagnen gegen die jährliche Robbenjagd haben sich internationale Stars wie der frühere Beatle Paul McCartney und die französische Schauspielerin Brigitte Bardot beteiligt.
(apa)