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Schuld ist der Mensch!

Hunde - Schuld ist der Mensch! © Bild: News/Ian Ehm
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In diesen Tagen wurde ein Kleinkind beim Spaziergang mit seinen Großeltern auf einer Straße in Wien von einem Rottweiler attackiert und lebensgefährlich verletzt. Gröbste Fahrlässigkeit ist der Besitzerin jenes Tieres vorzuwerfen. Denn Berichten zufolge war sie stark alkoholisiert und nicht imstande, ihren Hund zu halten. Diese Dame besitzt einen Hundeführerschein. Dieser sollte ihr sofort - und zwar auf Lebenszeit - entzogen werden. Denn Hundehalter wie sie sind eine potenzielle Gefahr für Mensch und Tier.

Verhaltensbiologin Gudrun Braun erklärt: "Ist ein Hundehalter stark alkoholisiert mit seinem Tier unterwegs, stresst das jedes Tier." In jenem Fall habe der durch das abartige Verhalten seiner Besitzerin verängstigte Hund in der entgegen kommenden Menschengruppe - zwei Erwachsene, die ein Kind an den Oberarmen hochheben - als immense Bedrohung empfunden. Möglicherweise habe er nichts anderes gelernt, als sich durch Angriffe zu verteidigen.

Das zeigt, dass Vorfälle wie jener sehr einfach zu verhindern wären. Die Lösung ist einfach: Wer nicht fähig ist, einen Hund artgerecht zu halten und für das Leben in einer zivilisierten Welt zu erziehen, darf niemals die Erlaubnis zur Haltung bekommen.

© iStockphoto.com Rottweiler greifen nicht aus Lust an der Attacke an, sondern aus Angst

Was aber, wenn ausgerechnet in der eigenen Nachbarschaft Menschen leben, die sich weder an die gesetzliche Leinen- noch an die Beißkorbpflicht halten, wenn sie mit ihrem Hund die Wohnung verlassen? Was, wenn dieser einer jener Rassen angehört, die in Österreich als Listenhunde geführt sind - also etwa Rottweiler oder Bullterrier? Und was, wenn man auch noch um das eigene Kind bangen muss, das sich vor dem Tier ängstigt?

Rücksicht von beiden Seiten ist gefordert. Hundehalter haben ihre Hunde zu erziehen, und Eltern sollten ihre Kinder dazu anhalten, den Hund nicht zu provozieren. Wer sich in die Nähe eines Tieres begibt, muss sich ruhig verhalten. Der schlimmste Begleiter ist Angst, die überträgt sich auf das Tier und lässt es in Panik geraten.

Vor Angst aber ist niemand gefeit, auch die innigsten Tierfreunde nicht. Es gibt Menschen, die Hunde über alles lieben, sie aber dennoch fürchten.

Daher sind jetzt die Behörden gefordert. Anstatt liebevolle Hundehalter mit einer Strafe von 50 Euro zu belangen, wenn sie einmal den Kot ihres Gefährten nicht beseitigen, sollten jene bestraft werden, die ihre Hunde zu Waffen erziehen; und auch jene, die dem Hund nicht bieten können, was er braucht, nämlich Auslauf und einen Menschen, der ihm Sicherheit gibt.

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