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Hund biss Polizistin in Wiener Innenstadt

Vierbeiner wollte betrunkenes Frauerl vor dem Aufwecken durch die Exekutive schützen

Ein Hund hat am späten Donnerstagabend in der Wiener Innenstadt eine Polizistin gebissen. Laut Polizeisprecher Harald Sörös waren Beamte der Polizeiinspektion Göthegasse wegen des freilaufenden mittelgroßen schwarzen Mischlings in den Park zwischen Babenberger Straße und Museumsplatz gerufen worden. Der Vierbeiner war ohne Maulkorb unterwegs, während sein Frauerl im Park den Rausch ausschlief.

Die Polizisten wollten die 38-Jährige gegen 21.30 Uhr wecken, worauf ihr Hund aber sehr allergisch reagierte. Er lief auf die Beamten zu, attackierte eine 27-jährige Polizistin mit Bissen in die linke Wade und verletzte sie. Die Uniformierte konnte ihren Dienst nicht fortsetzen, erste Untersuchungen brachten aber keine Hinweise auf schwerwiegendere Infektionen. Die Hundebesitzerin war mittlerweile aufgewacht, konnte wegen ihres Zustandes ihren Vierbeiner aber erst nach einigen Minuten anleinen. Dabei schlug sie das Tier auch mehrmals.

Die Polizisten setzten die Amtshandlung auf der Polizeiinspektion mit Hund und Besitzerin fort. Die obdachlose Tschechin verhielt sich dabei sehr aggressiv und zeigte den Beamten mehrfach den Mittelfinger. Der Vierbeiner wurde ihr abgenommen und in ein Tierheim gebracht. Außerdem bestand gegen die 38-Jährige eine fremdenrechtliche Festnahmeanordnung. Sie wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung, Anstandsverletzung und aggressiven Verhaltens angezeigt. Ein Alkotest war aufgrund ihres Zustandes nicht möglich.

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