Humus, Handtücher und Security-Dienste:
Bunter Mix bei Kartnig-Verhandlung in Graz

Fitnesstrainer sollte Sturm eine Million Euro spenden Personalien von Security-Firma streng geheim

Humus, Handtücher und Security-Dienste:
Bunter Mix bei Kartnig-Verhandlung in Graz © Bild: GEPA/Reichart

Bei der Fortsetzung des Prozesses gegen Hannes Kartnig und sieben weitere Beschuldigte standen wieder einmal nicht bezahlte Rechnungen im Mittelpunkt. Bei spürbar geringerem Zuschauerandrang blieben im großen Schwurgerichtssaal diesmal viele Reihen leer.

Als Zeugen geladen waren verschiedene Vertreter von Firmen, denen Sturm Graz laut Anklage Geld schuldig geblieben ist. Unter anderem ein Fitness-Trainer, dessen Security Firma zwischen 2005 und 2008 für die Grazer tätig war. Die Personalien seiner Leute mussten bis vor kurzem streng geheim gehalten werden, war der Zeuge doch auch als Leibwächter "für die Sicherheit eines Ex-Politikers aus Kasachstan verantwortlich." Bei Sturm waren seine Leute freilich für weniger riskante Dienste verantwortlich: als Ordner oder an der Eingangskontrolle.

Der Vertrag lief über Klaus Leutgeb, einen Geschäftsmann. Er war einige Zeit Mitglied im Sturm-Vorstand und auch an der Security-Firma des Zeugen beteiligt. "Wer war der Kopf des Unternehmens?", fragte Richter Karl Buchgraber. "Leutgeb", so die Antwort. "Sie waren also sein Strohmann", ergänzte Kartnig-Verteidiger Michael Pacher. "Ja, genau". Interessant auch die Idee Leutgebs, der Fitnesstrainer solle sich einen Firmenkredit über eine Million Euro aufnehmen um diese dann Sturm zu spenden. "Ich wollte Sturm aber nicht sponsern", so die simple Antwort des Zeugen.

Humus und Handtücher
Im Anschluss ging es noch um eine Fuhre Humus im Wert von 287 Euro, Handtücher und Bademäntel. Letztere wurden übrigens mittlerweile bezahlt. Tankrechnungen und Stadionmieten werden ein anderes Mal besprochen.

(apa/red)