Hütthaler droht Strafprozess: Wegen ver-
suchter Bestimmung zum Amtsmissbrauch

Vorhabensbericht bei Oberstaatsanwaltschaft Wien

Hütthaler droht Strafprozess: Wegen ver-
suchter Bestimmung zum Amtsmissbrauch © Bild: APA/Gindl

Auf die des EPO-Dopings überführte und für zwei Jahre gesperrte Triathletin Lisa Hütthaler könnte schon demnächst ein Strafprozess zukommen. Der Vorwurf der Bestechung steht im Raum: Hütthaler soll am 20. Mai 2008, als im WADA-Labor in Seibersdorf ihre B-Probe geöffnet wurde, versucht haben, eine Mitarbeiterin mit 20.000 Euro dazu zu bringen, ihre Probe zu manipulieren.

Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt leitete daraufhin gegen die 25-Jährige ein Verfahren wegen versuchter Bestimmung zum Amtsmissbrauch ein. Strafrahmen: Sechs Monate bis fünf Jahre Haft. "Der Sachverhalt ist geklärt und wird nun rechtlich geprüft", meinte Behördensprecher Erich Habitzl nach dem aktuellen Verfahrensstand.

Wie Recherchen der APA ergaben, liegt der entsprechende Vorhabensbericht, in dem entweder die Einstellung des Verfahrens oder die Anklageerhebung vorgeschlagen wird, bereits bei der Oberstaatsanwaltschaft. Der Inhalt des Berichts unterliegt der Amtsverschwiegenheit. Sollte es zu einem Prozess kommen, wird dieser noch im Frühjahr im Landesgericht Wiener Neustadt über die Bühne gehen.

(apa/red)