Rezepte von

Hüttenschmankerln für daheim

Mit diesen drei Rezepten zaubern Sie köstliche Hüttenstimmung in Ihre vier Wände

Apfelstrudel © Bild: iStockphoto.com

Sie können, aber müssen nicht erst die Bergspitze erklimmen, um in den Genuss der Hüttenschmankerl zu kommen. Wir haben für Sie drei tolle Rezepte für den Hüttenspaß in den eigenen vier Wänden.

THEMEN:

Kärntner Kasnudeln

Kärntner Kasnudeln
© © Franz GERDL, 2012, all rights reserved Kärntner Kasnudeln

Die Zutaten reichen für ca. 16 mittelgroße Nudeln oder 1 Kranznudel.

Nudelteig

250 g glattes Mehl
1 TL Salz
1 Ei
6 - 8 EL Wasser oder Milch
Mehl, Salz, Ei und Flüssigkeit in einer Schüssel gut vermischen und zu einem glatten, nicht zu festen Teig verkneten (gut 20 Minuten). Den Teig unbedingt einige Stunden, am besten über Nacht, zugedeckt rasten lassen.

1. Topfen-Erdäpfelfülle

500 g Erdäpfel
500 g Bröseltopfen
1 TL Salz
50 g Butter
50 g Zwiebeln oder Porree
1 Knoblauchzehe
je TL braune Minze, Kerbelkraut, etwas Majoran
Die Erdäpfel kochen, heiß schälen und aufpressen. Den Topfen hineinbröseln. Zwiebeln oder Porree und Knoblauch fein aufschneiden, in Butter anrösten, Kräuter feinhacken. Alles zusammen gut durchkneten. Kugeln in der gewünschten Größe formen.

2. Topfen-Semmelfülle

2 altbackene Semmeln
500 g Topfen
1 TL Salz
50 g Butter
50 g Zwiebeln
1 Ei
etwas Milch
Gewürze wie bei Fülle Nr. 1
Die Semmeln kleinwürfelig aufschneiden. Feingehackte Zwiebeln in Butter anlaufen lassen, das Brot dazugeben, beides leicht rösten. So viel Milch über die Semmeln schütten, dass sie leicht angefeuchtet sind. Alle anderen Zutaten dazu, alles sehr gut durchkneten, Kugeln formen.

3. Topfen-Breinfülle (= Hirse)

200 g Hirse (= Brein)
3/4 l Wasser
1 TL Salz
500 g Topfen
Gewürze wie bei Fülle Nr. 1
Den Brein (= Hirse) sehr gut waschen, in Salzwasser kernig weich kochen (ca. 15 Min.). Durch ein Sieb schütten, gut abtropfen lassen. Die weitere Zubereitung wie bei Fülle Nr. 1. Mit diesen Füllen macht man ausgeradelte oder Faustnudeln. Man schmalzt sie mit Butter oder Grammelfett ab und isst grünen oder Krautsalat dazu.

Lesachtaler Blattlstock

8 Portionen, Zubereitung ca. 1 Std., zum Rasten ca. 1 Stunde

Hüttengaudi-Rezepte
© Ulrike Köb Lesachtaler Blattlstock

Teig

500 g glattes Mehl
30 g Germ
280 ml Milch
80 g Rohrzucker
60 g Butter
1 TL Bio-Zitronenschale (fein gerieben)
1 mittleres Ei
3 Dotter

Fülle

250 ml Milch
50 g Butter
80 g Kristallzucker
250 g Mohn (gemahlen)
150 g Marillenmarmelade (passiert)

Salz, Butterschmalz, Mehl, Rum, Honig

Zubereitung

1. Mehl mit Germ mischen. Milch lauwarm erwärmen, mit Zucker, Butter, Zitronenschale, Ei und Dotter verquirlen, mit der Mehlmischung zu einem glatten Teig kneten. Teig zudecken und an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.

2. Teig durchkneten, zu 24 Kugeln formen und flach rollen. Teigscheiben auf ein mit Mehl bestreutes Küchentuch legen, mit einer Gabel mehrmals einstechen, zudecken und ca. 30 Minuten gehen lassen.

3. In einem Topf ca. 3 cm Butterschmalz erhitzen. Krapfen darin schwimmend goldgelb backen, herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

4. Für die Fülle Milch mit Butter und Kristallzucker aufkochen, Mohn und 4 EL Rum einrühren. Masse abkühlen lassen. Marillenmarmelade mit 3 EL Rum glatt rühren.

5. Blattln mit Mohnfüllung und Marillen-marmelade bestreichen und übereinander stapeln. Eventuell zusätzlich mit flüssigem Honig beträufeln.


Pinzgauer Fleischkrapfen

4 Portionen, Zubereitung ca. 1 Std., zum Rasten ca. 30 Minuten

Hüttengaudi-Rezepte
© Ulrike Köb Pinzgauer Fleischkrapfen

Teig

125 g Roggenmehl
125 g Weizenmehl
180 ml Milch
25 g Butter
1 Ei (verquirlt)

Fülle und Garnitur

200 g Selchfleisch (Schopf)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
150 g Rinds-Faschiertes
1 mittleres Ei
20 g Schnittlauch (geschnitten)

Salz, Pfeffer, Essig, Mehl, Öl

Zubereitung

1. Für den Teig Mehle in eine Schüssel geben. Milch und Butter aufkochen, mit 1 Prise Salz und 1 Schuss Essig würzen, über die Mehlmischung gießen und ca. 10 Minuten kneten (Küchenmaschine). Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten rasten lassen.

2. Für die Fülle Selchfleisch klein würfeln. Zwiebel und Knoblauch schälen, fein hacken und in 2 EL Öl anschwitzen. Faschiertes und Selchfleisch zugeben, bei mittlerer Hitze rösten, bis alle Flüssigkeit verdunstet ist. Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken, abkühlen lassen. Ei untermischen.

3. Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen, Scheiben (Ø ca. 7 cm) ausstechen. Auf die Hälfte der Teigscheiben je ca. 1 TL Fülle setzen, Ränder mit Ei bestreichen, mit einem leeren Teigblatt bedecken, Ränder mit einer Gabel fest andrücken.

4. Ca. 3 cm hoch Öl erhitzen, Krapfen darin beidseitig goldbraun backen. Herausheben, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Krapfen mit Schnittlauch bestreut anrichten, mit Sauerkraut oder Blattsalat servieren.


Südtiroler Apfelstrudel

1 Strudel (10 Stücke), Zubereitung ca. 75 Minuten, zum Rasten ca. 40 Minuten

Hüttengaudi-Rezepte
© Ulrike Köb Südtiroler Apfelstrudel

Teig

125 g Butter
125 g Margarine
375 g glattes Mehl
175 g Staubzucker
1 Pkg. Vanillezucker
1 mittleres Ei
3 EL Schlagobers
1 Prise Salz

Fülle

700 g säuerliche Äpfel (Boskoop)
50 g Kristallzucker
40 g Pignoli
40 g Mandeln (geschält, gerieben)
1 EL Rum
1 Pkg. Vanillezucker
½ TL Zimt
1 MS Bio-Zitronenschale (abgerieben)

Zubereitung

1. Butter und Margarine grob raspeln, mit den übrigen Zutaten vermischen, rasch verkneten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten rasten lassen.

2. Für die Fülle Äpfel schälen, halbieren, Kerngehäuse ausschneiden. Äpfel in dünne Scheiben schneiden, mit den übrigen Zutaten vermengen.

3. Teig zwischen 2 Lagen Backpapier ca. 4 mm dick rechteckig ausrollen, für ca. 10 Minuten kühl stellen.

4. Rohr auf 180°C vorheizen. Teig auf ein Backblech legen, oberes Papier abziehen. Fülle im mittleren Teigdrittel als Streifen auftragen, Teig von oben und unten über die Fülle schlagen. Strudel im Rohr (mittlere Schiene) goldbraun backen (ca. 45 Minuten).

5. Strudel aus dem Rohr nehmen und überkühlen lassen. Am besten lauwarm mit Staubzucker bestreut servieren. Dazu passt Vanilleeis.

Hier finden Sie die besten Tipps rund um die Kärntner Küche.

Kommentare