Smarte Technik von

Huawei Watch GT2: Der
Fitnesstrainer am Handgelenk

Smarte Technik - Huawei Watch GT2: Der
Fitnesstrainer am Handgelenk © Bild: News/Brandtner

Still und heimlich hat sich die Smartwatch bereits in den Alltag vieler Menschen geschummelt. Schwierig genug also für einen Hersteller, sich mit einem neuen Modell hineinzuquetschen, wenn man nicht gerade eine tauschfreudige Apple-Klientel bedient. Abschreckend ist das für Huawei aber keineswegs: Die Watch GT2 dürfte dabei besonders für Hobbysportler eine ausdauernde Alternative sein.

Rein äußerlich betrachtet ist die Watch GT2 auffällig unauffällig. Die Variante mit einem Durchmesser von 46mm (es gibt sie auch in 42mm) hinterlässt einen wertigen und tendenziell harmlosen Eindruck. Design-Award wird sie sicherlich keinen bekommen, das tun aber offengestanden die wenigsten Smartwatches.

Läuft und läuft und läuft

Während das Äußere also maximal mit Understatement punkten kann, sind es vor allem die inneren Werte, mit denen die Watch GT2 punkten kann. Dazu zählt zum ein Akku, der die Konkurrenz mit einem müden Lächeln hinter sich lässt. Die versprochene Laufzeit des Herstellers von zwei Wochen konnte zwar nicht ganz nachvollzogen werden.

© News/Brandtner Stress? Fehlanzeige. Die Laufzeit der Uhr ist - für eine Smartwatch - großartig.

Dennoch kommt die Uhr auch bei durchschnittlicher Nutzung deutlich mehr als eine Woche ohne weiteres Aufladen aus. Das muss ihr erst einmal eine andere Smartwatch nachmachen. Besitzer einer klassischen Automatik-Uhr werden dennoch die Augen verdrehen.

Fitnesscomputer am Handgelenk

Womit aber bestimmt keine Automatik-Uhr mithalten kann, ist die Fülle an Sensoren und nicht damit einhergehend auch die Zahl an Fitnessfunktionen, die die Watch GT2 bietet. Bewegungssensoren, Herzfrequenzmessung, GPS, Barometer und Kompass sorgen dafür, dass man nicht nur 15 verschiedene Trainingsmodi zur Auswahl hat, sondern auch in der Wildnis nicht verloren geht.

© News/Brandtner 15 Trainingsmodi lassen für Hobbysportler kaum Wünsche offen.

Im Alltag zeigt sich die Uhr sehr intuitiv in der Bedienung. Sie ließ sich problemlos mit einem iPhone 8 als auch mit einem Android-Gerät (Huawei P30 Pro) verbinden und auch das Zusammenspiel funktionierte ohne Störungen. Nette Features als Draufgabe: Die Watch GT2 ist nicht nur wasserdicht, sie kann Musik auch autonom vom Smartphone abspielen.

Was an sich für einen zuverlässigen Partner im Alltag spricht, muss im Endeffekt dennoch ein wenig relativiert werden. Für manche könnte die Tatsache ein K.O.-Kriterium sein, dass die Uhr mit einem eigenen Betriebssystem läuft. Das hat zur Folge, dass keine weiteren Apps auf die Uhr installiert werden können. So kann man über neue Inhalte benachrichtigt werden, eine Antwort ist aber nicht direkt möglich, sondern kann nur über das Smartphone erledigt werden.

Wer profitiert und wer nicht

Für wen ist die Watch GT2 letztlich geeignet? Ein klares Ja mit gutem Gewissen gibt es nur für Hobby-Sportler, wenn sie auf der Suche nach einem unkomplizierten Gerät sind, das vielseitig einsetzbar ist. Ob die Messungen für den professionellen Bereich geeignet sind, ist eher zu bezweifeln. Nicht umsonst gibt es dafür ein eigenes hochpreisiges Segment, in das die Watch GT2 mit maximal 280 Euro Listenpreis definitiv nicht hineinfällt.

© News/Brandtner Geht auch schick mit gefakter Chronographen-Optik.

So toll die Akkulaufzeit der Uhr auch sein mag, ist die eingeschränkte Funktionalität ohne weitere Apps allerdings ein klarer Nachteil. Wen das nicht stört und wem das harmlos biedere Design nicht zu wenig ist, der kann auch so bedenkenlos zugreifen.