HPMs Kampfansage: Warum er kandidieren könnte und welche Polit-Ziele er verfolgt

NEWS: Bürgerplattform für echte Demokratie als Ziel PLUS: Umfrage - HPM-Partei wäre für 17% wählbar!

EU-Rebell Hans-Peter Martin im Interview: Warum er jetzt auch in Österreich kandidieren könnte und mit welchen Themen er dann punkten will.

NEWS: Wann entscheiden Sie, ob Sie bei der Nationalratswahl kandidieren?

MARTIN: Das ist offen. Vom bisherigen Parteiensystem sind unzählige Bürger enttäuscht. Jetzt laufen Gespräche, auch mit gegenwärtigen Nichtwählern, die vieles ändern wollen. Eine Kandidatur muss erst 37 Tage vor der Wahl feststehen.

NEWS: Wie wird die Liste heißen, und wer sind die Mitstreiter?

MARTIN: Wir arbeiten an einer Bürgerplattform für echte Demokratie und Gerechtigkeit. Bei allen Interessierten steht die Unabhängigkeit im Vordergrund - auch davon, ob man jetzt ein Mandat hat oder nicht. Engagement in Sachfragen zählt, nicht Freunderlwirtschaft.

NEWS: Das Kontrollthema, mit dem Sie in Brüssel erfolgreich waren, wird für eine erfolgreiche Kandidatur wohl zu wenig sein.

MARTIN: Österreich tappt in die Europafalle, die EU-Arbeit steht im Mittelpunkt. Eine Bürgerliste in Österreich könnte dies verstärken. Ich werde mich in jedem Fall weiter um EU-Fragen kümmern. Doch auch in Österreich florieren Selbstbedienungsläden, etwa parteinahe Vereine mit ihren Günstlingen. Die Kontrolle etwa in Wien ist oft eine Farce. Wir wollen Freiheit statt Freunderln. Und viel direkte Demokratie. Oft wissen Bürger besser Bescheid als lebenslängliche Parteifunktionäre. Im ORF wiederum werden viele Journalisten kastriert. Wir brauchen Freiheit für den ORF im Interesse seriöser Informationen. Und was ist heute sozial? Sicher nicht, wenn es wenige Geschützte gibt und Hunderttausende wegen falscher Politik um ihre Jobs fürchten. Vor allem Frauen und Junge trifft das.

NEWS: Streben Sie eine Regierungsbeteiligung an - und welche Inhalte wären dann entscheidend?

MARTIN: Die Frage stellt sich wohl nicht. Doch es geht um glaubwürdiges Handeln, um Neutralität, ein Nein zur Türkei in der EU sowie rechtliche und soziale Fairness. Ohne Transparenz geht die Demokratie kaputt, ohne intelligente Sparsamkeit auch. Jeder muss etwa wissen können, wer welche Gelder vom Staat bekommt. Rotschwarzblaugrünorange deckt zu statt auf.

NEWS: Sie werden immer wieder als "nicht teamfähig", als "Einzelkämpfer" dargestellt. Wie wollen Sie dann eine Partei führen?

MARTIN: Seit Jahrzehnten arbeite ich international vertrauensvoll mit vielen Profis zusammen. Nicht teamfähig bin ich mit hörigen Haberern.

NEWS: Würden Sie aus dem Eurofighter-Kaufvertrag aussteigen?

MARTIN: Es gehört endlich offen gelegt, wer beim Kaufvertrag wen über den Tisch gezogen hat. Ein neutrales Österreich braucht keine Eurofighter.

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