Horrorbotschaft für Siemens Österreich:
1053 Mitarbeiter dürften ihren Job verlieren

Heimische Softwaresparte kommt unter die Räder Siemens VAI will in Linz 200 Angestellte entlassen

Horrorbotschaft für Siemens Österreich:
1053 Mitarbeiter dürften ihren Job verlieren © Bild: APA/dpa/Schrader

Bis Ende des Geschäftsjahres am 30. September sollen bei Siemens Österreich 1053 Mitarbeiter ihren Job verlieren. Die Firmenleitung wird nach Angaben des Betriebsrates angesichts der Wirtschaftskrise zum einen den Softwareentwicklungsbereich in Österreich drastisch verkleinern. Zum anderern wird auch Siemens VAI Metals Technologies am Standort Linz 200 der 1.500 fix Angestellten bis 2010 abzubauen.

"Die Dimension kann man in etwa bestätigen", so Siemens-Sprecher Stockbauer in Hinblick auf die Kündigungen im Softwarebereich. Dem Betriebsrat sei in der Vorwoche ein Abbaubedarf von 630 Mitarbeitern kommuniziert worden. Dieser habe offenbar auch die schon angelaufenen Restrukturierungen mitgerechnet. Insgesamt seien in diesem Bereich rund 1.800 Leute beschäftigt. Das Management werde heute Verhandlungen mit dem Betriebsrat über sozial verträgliche Lösungen aufnehmen.

Rückgänge der Geschäftsvolumina
Ursache für die Auslastungsprobleme seien Rückgänge bei den Geschäftsvolumina in den Bereichen Telekommunikation und Automotive, was zu erheblichen Kapazitätsauslastungsproblemen führe. Dazu kämen noch die Effekte der Wirtschaftskrise.

"Nachdem in den letzten Tagen und Wochen in verschiedenen Medien bereits das Arbeitsplatzvernichtungsprogramm der Firmenleitung kolportiert wurde, informierte die Firmenleitung den Betriebsrat nun auch offiziell über die in einem bisher nicht gekannten Ausmaß bevorstehenden Entlassungen", so der Vorsitzende des Siemens Betriebsrates SIS CT (ehemals PSE), Ataollah Samadani.

"Seitens des Betriebsrates werden wir den Kündigungsplänen des Siemens-Vorstandes nicht widerstandslos zustimmen. Wir fordern von den Firmenverantwortlichen, ihre Verantwortung wahrzunehmen und nicht aus Habgier und Gewinnmaximierung hochqualifizierte IT-Fachkräfte grundlos arbeitslos zu machen", so Samadani.

Kündigungen in Linz
Siemens VAI Metals Technologies will am Standort Linz 200 der dort beschäftigten 1.500 fix angestellten Mitarbeiter bis 2010 abbauen. Das kündigten der Chief Officer (CEO) Richard Pfeiffer und der Chief Financial Officer (CFO) Werner Auer in einer Pressekonferenz Montagnachmittag in Linz an. Sie bezeichneten die Maßnahme als Reaktion auf den Nachfragerückgang.
(apa/red)

Kommentare

melden

Und wieder weitere Arbeitslose! Na dann werde ich als Endverbraucher auch meine
Konsequenzen daraus ziehen und mir keine Siemens
Produkte mehr kaufen!

Wie da unter dem Deckmantel der Finanzkrise die
Arbeitnehmer auf die Straße gesetzt werden, die über
Jahre die Unternehmen aufgebaut haben - Armutszeugnis!

Meine Meinung!

melden

Re: Und wieder weitere Arbeitslose! stimme voll und ganz zu. was jetzt abgeht kann doch nichts mehr mit der wirtschaftskrise zu tun haben. die manager cashen ab und das arbeitende volk wird auf die straße gesetzt.

Seite 1 von 1