Hohes Unfallrisiko zu den Pfingstfeiertagen:
Rund 48 Prozent mehr Unfälle als zu Ostern

Mehr Verkehrskontrollen am langen Wochenende Kuratorium für Verkehrssicherheit warnt vor Dieben

Hohes Unfallrisiko zu den Pfingstfeiertagen:
Rund 48 Prozent mehr Unfälle als zu Ostern
© Bild: Öamtc

Pfingsten steht vor der Tür - und somit eines der unfallreichsten Wochenenden im Jahr. Im Schnitt der vergangenen drei Jahre gab es zu Pfingsten um 48 Prozent mehr Unfälle und um 57 Prozent mehr Verkehrstote als zu Ostern, ergab eine Untersuchung des Verkehrsclub Österreich der vergangenen drei Jahre. Mit einer verstärkten Überwachung des Straßenverkehrs für das verlängerte Wochenende ist zu rechnen.

Im Durchschnitt wurden laut VCÖ von 2006 bis 2008 an jedem Pfingstwochenende bei 460 Verkehrsunfällen 607 Menschen verletzt und elf getötet. Im Vorjahr wurden nach Angaben des Innenministeriums von Freitag bis einschließlich Pfingstmontag bei 521 Verkehrsunfällen mit Personenschaden 668 Menschen verletzt und fünf getötet. "Vier von zehn tödlichen Unfällen passieren, weil der Unfalllenker zu schnell unterwegs war. Bei Alkohol am Steuer steigt bereits bei 0,5 Promille das Unfallrisiko auf das Doppelte, bei 0,8 Promille auf das Fünffache", so VCÖ-Experte Martin Blum.

Verstärkte Kontrollen
Seitens der Polizei wird es verstärkte Verkehrskontrollen und "konsequentes Vorgehen gegenüber Rasern und Dränglern, Alkohol- und Drogenlenkern" sowie Schwerpunkte auf Motorradstrecken geben, so Innenministerin Maria Fekter. Im Vorjahr wurden zu Pfingsten 62.714 Autolenker mit zu schnellem Tempo und 675 Fahrer mit Alkohol am Steuer erwischt, 371 Lenker wurden vorübergehend den Führerschein los. Fekter warnte auch vor erhöhtem Verkehrsaufkommen u. a. auf Hauptverkehrsrouten und neuralgischen Tunnel- und Mautbereichen.

Warnung vor Autoknackern
Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) warnte anlässlich des Pfingstwochenendes auch vor Dieben: Voll bepackte Fahrzeuge seien ein beliebtes Beuteobjekt - darin fänden sich Bargeld, Handys oder elektronische Geräte wie Navi, MP3-Player oder Radios. Oft bleibt es aber nicht nur beim Autoknacken: 2008 wurden im Ausland 429 Pkw mit österreichischer Zulassung gestohlen.

(apa/red)